Bewegung macht Kinder fitter - auch im Kopf
 

Wie wichtig Bewegung für die Gesundheit ist, dazu gibt es unzählige Studien, Bücher und Berichte. Kinder, die ständig vor dem Fernseher oder Computer hocken, sind häufig dicker und kränker wie ihre bewegungsaktiven Kollegen. Laut einer Studie bewegt sich jedes zweite Kind zu wenig. Die Folge sind ein größeres Risiko für Diabetes Typ II und für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jetzt belegt eine neue Untersuchung, dass ausreichende Bewegung bei Kindern nicht nur die körperliche Gesundheit sondern genauso die geistige Fitness verbessert. Und das führt dazu, dass sporttreibende Kinder  es in Schule und Studium weiter bringen.

Die Deutsche Krankenversicherung hat 2015 die Ergebnisse einer Studie über die Gesundheit von Kindern veröffentlicht. Demnach verbringt der Großteil der 6- bis 12-Jährigen zu viel Zeit mit mit Fernsehen oder Spielkonsole - mehr als eine Stunde pro Tag. Deshalb erfüllten sie das für die Studie angesetzte Minimum von einer Stunde Bewegung pro Tag nicht. Ratsam sind laut Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte aber eher drei Stunden und mehr. 

Kinder, die sich wenig bewegen, neigen zu Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit. Und das kann eine ganze Reihe von Organerkrankungen nach sich ziehen. Bei bewegungsarmen Kindern bilden sich beispielsweise früher Ablagerungen in den Arterien, zudem haben sie ein größeres Risiko für Diabetes Typ II und für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Leistungsfähigkeit des Herzens und fitte Muskeln bei Kindern sind laut Medizinern gute Anhaltspunkte, um spätere Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zu bestimmen. Dass körperliche Aktivität die kardiorespiratorische Fitness - damit wird die Fähigkeit der Blutzirkulation bezeichnet, die Organe mit Sauerstoff zu versorgen - erhöht, ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass dadurch auch die Entwicklung und das Funktionieren des Gehirns wie auch der Intellekt des Kindes fördert. 

So unterstützt sportliche Betätigung die Aufbau der Gehirnstrukturen und -funktionen sowie der Wahrnehmungsfähikgeiten bei Kindern und Jugendlichen. Verbessert wird die Leistungsfähigkeit in der Schule und die intellektuelle Weiterentwicklung. Die Wissenschaftler sagen, das physische Aktivitäten sich unmittelbar positiv auf schulischen und akademischen Erfolg auswirkt. Oder anders ausgedrückt: Wer sich bewegt, schafft eher den Schulabschluß und erreicht bessere Ergebnisse an der Uni.

Im übrigen haben die Wissenschaftler auch fest gestellt, dass körperliche Betätigung das Selbstwertgefühl, die Motivation, das Selbstvertrauen und das Wohlbefinden stärkt. Fitte Kinder sind offensichtlich auch besser in der Lage, Kontakte zu knüpfen und zu bewahren, Freundschaften aufzubauen und soziale Verantwortung zu übernehmen. 

29.06.2016/ Quelle: Br J Sports Med

 





Quelle:
http://www.medizinauskunft.de/home/artikel/familie/kind/koerperliche-bewegung-29-06-16.php