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Familärer Stress ramponiert das Immunsystem von Kindern

Wenn es in der Familie Ärger gibt, dann kann sich das auf die psychische Verfassung aller Familienmitglieder auswirken. Doch eine Studie hat heraus gefunden, dass Kinder auch körperlich darunter leiden. Ihr Immunsystem wird besonders von langanhaltenden Familienkrisen oder einschneidenden Erlebnissen negativ beeinflusst.

Stress schadet der Gesundheit und vor allem der Gesundheit von Kindern. Wie groß dieser Schaden sein kann, haben schwedische Wissenschaftler von der Universität Linköping an fünfjährigen Kindern untersucht. Langanhaltender Stress, wie er durch den Tod eines Angehörigen und bei immer wiederkehrenden Ehestreitigkeiten oder durch die Scheidung der Eltern hervorgerufen wird, schränkt die Wirkung des Immunsystems stark ein.

Die Wissenschaftler konnten das an einigen körperlichen Faktoren ablesen. Sie erhoben beispielsweise den Cortisol-Spiegel, der zeigt an, ob der Mensch unter Stress steht. Sie ermittelten auch verschiedene Immunmarker im Blut (Cytokine, Chemokine) und klinische Werte wie C-Peptide, Proinsulin, Glukose, um die Reaktion des Immunsystems zu überwachen.

Dabei stellte sich heraus, dass die spontane Antwort des Immunsystems auf verschiedene Krankheitserreger sehr mager ausfiel. Bei einigen war die Immunantwort aber auch stärker als normal erhöht, was das Entstehen von Autoimmun-erkrankungen nahelegt. Bei Autoimmunerkrankungen greifen die Abwehrkräfte eigentlich gesunde Teile des Körpers an und sorgen dort für Erkrankungen - dazu gehören u.a. Gastritis, Colitis ulcerosa, Diabetes Typ 1, Dermatitis, Morbus Cross, Multiple Sklerose, Psoriasis, rheumatoide Arthritis, Zöliakie.


Berliner Ärzteblatt 20.02.2014/ Quelle: Journal of Immunology

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