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Mütter mit Übergewicht: Herz der Kinder in Gefahr

Die Gefäßwände der Aorta (Hauptschlagader) von Kindern, deren Mütter starkes Übergewicht haben, ist schon bei der Geburt verdickt. Dieses ist im übrigen völlig unabhängig vom Geburtsgewicht des Kindes. Eine solche Verdickung gilt als Risiko für das spätere Auftreten von Herzinfarkt und Schlaganfall.

Untersucht wurde das bei 23 Frauen im Durchschnittsalter von 35 Jahren. Bei Beginn der Studie befanden sich die Frauen in der 16. Woche der Schwangerschaft. Das Gewicht der Frauen lag bei 17 bis 42 kg/m2, ab 25kg/m2 wurden sie als übergewichtig oder fettleibig eingestuft. Das Geburtsgewicht der Neugeborenen rangierte zwischen 1850 und 4310 Gramm.

Sieben Tage nach der Geburt wurde die Aorta gescannt. Die Wanddicke dieses lebenswichtigen Gefäßes lag zwischen 0,65 und 0,97 mm. Die Dicke war um so größer, je mehr Gewicht die Mutter auf die Waage brachte. Dabei spielte das Geburtsgewicht des Kindes keine Rolle. Der Unterschied der durchschnittlichen Wanddicke der Aorta von Babys von übergewichtigen und normalgewichtigen lag bei 0,06 mm.

Die Wissenschaftler betonen, dass die Dicke der Aorta ein wesentliches Merkmal für die Gefäßgesundheit eines Menschen ist. Dicke Wände machen ein Gefäß weniger dehnbar, behindern den Durchfluß des Blutes und versteifen es. Das aber sind Faktoren, die den Blutdruck und das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen können. 
 
Berliner Ärzteblatt 27.02.2013/ Quelle: Arch Dis Child Fetal Neonatal Ed 2013

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