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Reisefieber: Infektionen bedrohen vor allem ältere Menschen
Malaria: Für Senioren eine tödliche Gefahr

Immer mehr Deutsche finden erst im Rentenalter genügend Zeit für lange Reisen in ferne Länder. Jeder vierte Fernreisende ist heute über 60 Jahre alt. Doch viele Senioren unterschätzen die gesundheitlichen Risiken exotischer Reisen.

Auf eine mögliche Gefahr macht Dr. August Stich vom Missionsärztlichen Institut in Würzburg aufmerksam: Dem Tropenmediziner ist eine Häufung von schweren Verläufen einer Malaria aufgefallen. Eine Auswertung der Krankenakten in der Klinik bestätigt den Verdacht. Vor allem Infektionen mit den Parasiten Plasmodium falciparum, Erreger der gefürchtete Malaria tropica, führen bei älteren Menschen häufiger zu Komplikationen.

Die Erreger vermehren sich im Körper der älteren Menschen häufig ungehindert. Es kommt öfter als bei jungen Menschen zu Blutarmut, Nierenversagen, Lungenkomplikationen und der gefürchteten Beteiligung des Gehirns (zerebrale Malaria). Die Zahl schwerer Verläufe sei bei älteren Menschen doppelt so hoch wie bei jüngeren. Statt 5 Tagen bei jüngeren Patienten betrage die durchschnittliche Liegezeit im Krankenhaus bei über 60-Jährigen 21 Tage.

Auch der einzige Todesfall im Untersuchungszeitraum betraf einen älteren Menschen. Ein 85-jähriger Patient konnte trotz aller intensivmedizinischen Maßnahmen nicht gerettet werden. Stich rät deshalb allen älteren Reisewilligen zu einer besonders gewissenhaften Durchführung der Malariaprophylaxe.

WANC 25.02.03

Auswärtiges Amt

DTG

Reise - Tropenmedizin

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