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Reisen: Ältere Menschen werden immer mobiler (Foto: DAK)
Ältere Menschen: Vorsicht vor Infektionen im Ausland

Immer mehr ältere Menschen reisen – vor allem auch ins Ausland. Doch dort lauern Gefahren – vor allem Infektionskrankheiten. Da mit zunehmendem Alter die Abwehrkräfte nachlassen können, kann das schwerwiegende Folgen haben.

„Das Immunsystem älterer Menschen produziert weniger Abwehrzellen und Antikörper, so dass zahlreiche Erreger eher zu Erkrankungen führen und diese schwerer verlaufen", erklärt Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Mangelhafte Ernährung und zu geringe Flüssigkeitszufuhr schwächen die Immunabwehr häufig noch zusätzlich. Außerdem sind Kreislauf und Stoffwechsel weniger belastbar und leiden stärker unter den Folgen einer Infektion.

„Mit zunehmendem Alter verlaufen Erkrankungen mit deutlich mehr Komplikationen. So ist es auch zu erklären, dass die Todesrate bei vielen Erkrankungen bei älteren Menschen höher ist. Und das gilt insbesondere für Infektionen, die im Ausland erworben werden. Bereits im nahen Ausland, z.B. rund ums Mittelmeer oder in Osteuropa, trifft das Immunsystem auf unbekannte Erreger", warnt Löscher.

Dabei werden die Älteren immer mobiler. Nach Angaben der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) in Kiel sind bereits mehr als 30% der Urlauber über 60 - Tendenz weiter steigend. Während 1972 erst 38% der über 60-Jährigen eine Urlaubsreise unternahmen, sind es heute schon über 67%. Auch Reisen ins Ausland werden immer beliebter: 2015 werden 66% der 70- bis 80-Jährigen ihre Haupturlaubsreise im Ausland verbringen, so die Schätzung der FUR. Heute sind es etwas mehr als 50%.

WANC 14.07.08
Quelle: Internisten im Netz

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