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Mehr bewegen: Im Alter gesund
Gesund altern – gezielt Vorbeugen

Viele chronische Krankheiten, die vor allem im Alter auftreten und das Gesundheitssystem finanziell erheblich belasten, könnten durch gezielte Vorbeugung zeitlich hinausgezögert oder gar verhindert werden.

Zu diesem Schluss kommt eine von der AOK in Auftrag gegebene Analyse von fünf Wissenschaftlern unter der Leitung des Heidelberger Gerontologen Andreas Kruse. Im Alter sind es laut Gutachten zu großen Teil die chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes mellitus, die die Menschen plagen. Rauchen, zu viel Alkohol, falsche Ernährung, zu viel Stress und zu wenig Bewegung begünstigen in hohem Maße solche chronischen

Krankheiten. Mehr Bewegung und richtige Ernährung zum Beispiel vermeiden Übergewicht. Dadurch sinkt das Risiko, an Altersdiabetes oder an Bluthochdruck zu erkranken. Wer einen normalen Blutdruck hat, erleidet mit geringerer Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall.

Die Möglichkeiten der Prävention sind nach Kruses Worten noch längst nicht ausgeschöpft. "Prävention macht nicht nur bei jungen Menschen Sinn", sagte er und betonte: "Es ist nie zu spät, mit der Vorbeugung zu beginnen." Kruse nannte in diesem Zusammenhang vor allem eine entsprechende Ernährung und Bewegung. Sportwissenschaftlern zufolge bewegt sich nur jeder zehnte Deutsche zwei Stunden oder mehr in der Woche. Nach Kruses Worten darf Vorbeugung aber nicht beim Verhalten der Versicherten stehen bleiben: "Vorbeugung muss sich ebenso auf die Lebenslage der Menschen beziehen." In der Arbeitswelt zum Beispiel seien die Ursachen für viele Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates zu suchen.

WANC 03.03

Das Gutachten im Internet

 
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