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In Deutschland sind über fünf Millionen Menschen von Osteoporose betroffen, jede vierte Frau über 50 leidet daran
Osteoporose: Wenn die Knochen nicht mehr tragen

Die Knochen geben dem Körper Halt und schützen gleichzeitig die inneren Organe. Wehe wenn sie brüchig werden. Bei Osteoporose verringert sich die Knochendichte so stark, dass die Knochen schon bei der geringsten Belastung brechen können.

In Deutschland sind über fünf Millionen Menschen von Osteoporose
betroffen, jede vierte Frau über 50 leidet daran. Gehäuft tritt die Krankheit bei Frauen nach den Wechseljahren und bei Männern über 60 auf. Experten schätzen, dass sich die Zahl in den nächsten 40 Jahren verdoppeln wird.
   
Die Osteoporose entwickelt sich schleichend. Viele Betroffene bemerken die Krankheit oft erst, wenn die Knochen gebrochen sind. Die Patienten leiden nach ihrer Manifestation unter starken Schmerzen und Verformungen des Knochengerüstes.
  
Dagegen lässt sich etwas tun: Wird Osteoporose rechtzeitig erkannt, kann sie erfolgreich behandelt werden. Darauf weist das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) hin. Vitamin D, Kalzium, Flouride und Wachstumshormone stärken die Knochen. Bisphosphonate, Östrogene und Calcitonin hemmen den Verlust der Knochensubstanz.
  
Die gängigste Methode, einer Osteoporose auf die Spur zu kommen, ist die so genannte Knochendichtemessung. Mit ihr überprüft der Arzt den Knochenaufbau. Doch Knochendichtemessungen können nur bereits eingetretene Schäden aufdecken. Für erfolgreiche Gegenmaßnahmen ist es dann oft zu spät. Hier helfen moderne Blut- und Urinests, durch die zu starker Knochenabbau festgestellt werden kann. Sie erlauben damit bereits in einem frühen Stadium eine Risikoeinschätzung.
  
Im Blut wird der Gehalt der so genannten CrossLaps (CTX) bestimmt. Ein erhöhter CTX-Spiegel tritt bei zu schnell voranschreitendem Knochenabbau mit Verlust an Knochensubstanz auf. Ist im Urin das Abbauprodukt Desoxypyrodinolin (DPD) nachweisbar, ist auch dies ein Hinweis, dass der Knochenabbau zu schnell erfolgt und sich eine Osteoporose entwickelt. Diese Labortests haben weiterhin den Vorteil, dass sich mit ihrer Hilfe auch der Behandlungserfolg überprüfen lässt.
  
Die Untersuchungen werden von der gesetzlichen Krankenversicherung jedoch nur dann bezahlt, wenn ein Verdacht auf die Erkrankung besteht. Wer sein Risiko, an Osteoporose zu erkranken, frühzeitig feststellen lassen will, muss die Untersuchung aus eigener Tasche bezahlen.
  
Ein erhöhtes Risiko, an Knochenschwund zu erkranken, haben insbesondere Menschen mit hohem Alkohol-, Zigaretten- und hohem Fleischkonsum sowie Kalzium- und Vitamin D-Mangel und Störungen des
Hormonhaushaltes. Außerdem begünstigt die regelmäßige Einnahme von
kortisonhaltigen Medikamenten das Osteoporose-Risiko.
  
WANC 20.10.04
Das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) hat zu diesem Thema das Faltblatt "Osteoporose - vorbeugen und erkennen" herausgegeben. Über die Labortests und deren Kosten informiert die Broschüre "Gesund bleiben: Vorsorgetests". Beide können kostenlos beim IPF, Postfach 160434 in 60067 Frankfurt bezogen werden.
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