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Aspirin birgt erhöhtes Blutungsrisiko (Foto: BBC)
Aspirin: Für Herzprävention nicht unbedenklich

Der Blutverdünner Acetylsalicylsäure dient als Vorbeugemaßnahme bei Menschen mit einem sehr hohen Herzanfall- oder Schlaganfallrisiko. Doch gerade bei älteren Menschen wird diese positive Wirkung durch das Risiko innerer Blutungen wieder aufgehoben.

Eine Studie der University of Tasmania
hat ergeben, dass Personen über 70 Jahren Aspirin nicht zur Vermeidung einer Herzerkrankung einnehmen sollten. Diese Altersgruppe setze sich mit der Einnahme einem erhöhten Risiko von unangenehmen Nebenwirkungen aus. Die erzielten Vorteile würden durch das erhöhte Blutungsrisiko aufgehoben. Ein Modell simulierte mögliche Auswirkungen für 20.000 Personen zwischen 70 und 74 Jahren, die unter keiner Herzerkrankung litten. 

Die British Heart Foundation erklärte, dass Aspirin für Personen mit einem sehr hohen Herzanfall- oder Schlaganfallrisiko sinnvoll sei. Ihr medizinischer Direktor, Peter Weissberg, betonte, dass man die Schlussfolgerung der australischen Wissenschafter unterstütze, wonach klinische Tests für ältere Patienten durchgeführt werden sollten, bevor Aspirin zur primären Prävention einer Herzerkrankung empfohlen werde. Aspirin wurde bereits mit einem erhöhten Blutungsrisiko in Magen und Gehirn in Zusammenhang gebracht.


WANC 23.05.05/pte
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