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Eine optimistische Lebenseinstellung verhilft sehr alten Menschen zu einer besseren Lebensqualität (Foto: Peter Fenge / pixelio.de)
Eine optimistische Lebenseinstellung verhilft sehr alten Menschen zu einer besseren Lebensqualität (Foto: Peter Fenge / pixelio.de)
Warum 100jährige glücklich und gesund bleiben

Was ist das Geheimnis von 100jährigen, die trotz ihres Alters geistig und körperlich fit geliehen sind? Eine Studie hat die Lebenssituation und -qualität von 100jährigen in Deutschland erfasst. Und die zeigt, dass für die Lebensqualität und Zufriedenheit von Senioren mit sehr hohem Alter psychologische Stärken wichtiger sind als die geistige Leistungsfähigkeit oder Gesundheit.

Die Zahl der 100jährigen hat sich in Deutschland innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Sie stieg von rund 6.000 auf rund 13.000. Das ist eine gute Nachricht. Doch die bessere ist, dass diese alten Menschen heute geistig und körperlich fitter sind als diejenigen früherer Generationen. Die Zweite Heidelberger 100jährigen-Studie, die erste hat 2001 statt gefunden, hat 112 100jährige aus Heidelberg und Umgebung sowie ihnen nahestehende Personen, z.B. ihre Kinder, befragt.

Im Vergleich zur ersten Studie können mehr ganz Alte heute selbstständig essen, sich um ihr Aussehen kümmern, telefonieren, Mahlzeiten zubereiten und Geldangelegenheiten regeln. 52% der 100jährigen haben keine oder nur geringe geistige Einschränkungen, in der ersten Studie waren es noch 41%. Aber nur jeder fünfte 100jährige ist gesundheitlich noch so fit, dass er keine Leistungen der Pflegeversicherung benötigt.



Obwohl es viele Einschränkungen und Verluste gibt, empfinden die meisten 100jährigen ihr Leben als lebenswert. Über 80% sind mit ihrem Leben zufrieden. Was diese Zufriedenheit am meisten beeinflusst, sind psychologische Stärken wie eine optimistische Einstellung, Lebenssinn und Lebenswillen. Auch die Überzeugung, dass das, was man tun möchte, auch wirklich tun kann - Psychologen nennen das Selbstwirksamkeit - erhöht die Lebenszufriedenheit.

Dr. Christoph Rott von der Universität Heidelberg sagt, dass diejenigen, die trotz des nahen Lebensendes weiterhin optimistisch in die Zukunft schauen, sich zufriedener mit ihrem Leben zeigten: "Im Vergleich dazu sind Gesundheit, kognitive Leistungsfähigkeit und soziale Aspekte mit wenigen Ausnahmen deutlich unwichtiger für die Lebensqualität.“

Im übrigen: Die, die so alt werden, werden das überwiegend (59%) zuhause. Dort wird ihnen in erster Linie von Angehörigen geholfen. Professionelle Hilfe kommt vor allem im Haushalt, weniger bei der Pflege zum Zuge.



Berliner Ärzteblatt 19.07.2013/ Quelle: HD100-II Zweite Heidelberger Hundertjährigen-Studie

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