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Im Alter ist der Schlaf weniger tief und damit anfälliger für Störungen (Foto: stck.xchng Image ID: 139139)
Im Alter ist der Schlaf weniger tief und damit anfälliger für Störungen (Foto: stck.xchng Image ID: 139139)
Schlaf verändert sich im Alter

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper. Und mit ihm so einige Befindlichkeiten. Davon bleibt auch der Schlaf nicht unberührt. In der Regel schlafen ältere Menschen weniger und weniger tief als jüngere. Das ist so lange kein Problem, wie der Betroffene sich tagsüber fit fühlt.

Dr. Helmut Frohnhofen, Direktor der Tagesklinik Geriatrie im Zentrum für Altersmedizin bei den Kliniken Essen-Mitte, sagt, dass Schlafveränderungen normal und eigentlich völlig problemlos sind. „Ältere Menschen schlafen weniger tief als jüngere. Der Schlaf ist störanfälliger und wird leichter unterbrochen.“ Diese Schlafveränderungen sind normal und völlig problemlos, solange der Betreffende sich tagsüber fit und ausgeruht fühlt. „Auch wer wenig schläft, schläft genug, wenn er tagsüber nicht müde ist“, betont Frohnhofen.

Anders sieht es aus, wenn Schläfrigkeit am Tag und das Gefühl ständiger Übermüdung zu ständigen Begleiter werden. Alte Menschen, die in der Nacht nicht schlafen können und sich daher am Tag müde und zerschlagen fühlen, sollten zusammen mit ihrem Arzt den Ursachen auf den Grund gehen, sagt der Arzt. Denn Schlafstörungen in der Nacht und Müdigkeit am Tag sind keine normalen Begleiterscheinungen des Alters.

Man soll die Tagesschläfrigkeit ernst nehmen und den Ursachen auf den Grund gehen, rät er. Denn häufig sind Erkrankungen die Ursache für einen gestörten und nicht erholsamen Schlaf, zum Beispiel weil Prostatabeschwerden mehrmals nächtlich den Gang zur Toilette erfordern, Schmerzen oder eine Depression den Schlaf verhindern. Liegt hier die Ursache der Schlafstörung, dann bessert auch sie sich bei einer vernünftigen Therapie der Grunderkrankung.

Darüber hinaus empfiehlt Frohnhofen verschiedene Regeln für einen erholsamen Schlaf. „Gehen sie zu bestimmten festen Zeiten ins Bett und stehen sie zu festen Zeiten auf“, so der Spezialist für Altersmedizin. Dabei sei wichtig, die Zeit für das Ins-Bett-Gehen so zu wählen, dass man wirklich müde ist. Wer nicht einschlafen kann, sollte nach einer halben Stunde wieder aufstehen. Außerdem sollte man tagsüber nicht zu viel schlaten, weil man sonst nachts natürlich nicht müde sei.

Berliner Ärzteblatt 28.08.2012, Quelle: Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
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