Schwangerschaft
Kinder
Senioren
 
 

Im Alter mangelt es oft am Schutz gegen Tetanus

Tetanus - Wundstarrkrampf - tritt häufig im Zusammenhang mit Verletzungen oder Unfällen auf. Während Kinder und Jugendliche schon im Rahmen ihrer Vorsorge gegen Tetanus geimpft werden, fehlt viele älteren dieser Schutz. Denn eine einmalige Impfung reicht nicht aus, sie muss des öfteren wiederholt werden. Bei Patienten im Alter von über 80 Jahren sind nur noch 30-50% geschützt. Bei einer Infektion droht der tödliche Wundstarrkrampf.

Ein Jahr lang wurden etwa 3.000 Blutproben auf Tetanus-Antikörper untersucht. Stammte das Blut von jüngeren Erwachsenen dann beträgt die Quote der Geschützten etwa 90%. Ab dem 50. Lebensjahr wird es kritisch. Die Zahl derjenigen ohne ausreichenden Antikörperschutz steigt mit zunehmendem Alter immer weiter an.

Den Grund dafür haben Wissenschaftler gefunden: Ältere Menschen lassen sich nicht mehr regelmäßig gegen Tetanus impfen. Dabei sind Nachimpfungen notwendig, um den Schutz zu erhalten. Bei älteren Menschen ist das sogar häufiger notwendig als bei jungen, weil das Immunsystem im Alter an Kraft verliert, neue Antikörper zu bilden. Das Potential für eine Erkrankung ist bei älteren Menschen durchaus erhöht: Venenleiden machen “offene Beine” wahrscheinlicher, Diabetes mellitus führt zu Geschwüren - alles Einfallstore für Krankheitserreger, gegen die das Immunsystem sich nicht mehr richtig wehren kann.
  


Berliner Ärzteblatt 04.02.11/ Quelle: H. Hof, J. Bartel: Fehlende Immunität gegen Tetanus im Alter. DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2011; 136 (4): S. 148-150
 
Seite versenden  
Seite drucken