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Heißhunger macht oft alle guten Vorsätze zu Nichte.
Diätfalle Heißhunger

Jeder, der eine Diät gemacht hat, kennt das Gefühl des Heißhungers. Diese Attacken vernichten in wenigen Minuten die guten Vorsätze und alles, was die Betroffenen über gesunde Ernährung wissen. So hinterlassen sie außer überflüssigen Pfunden auch ein schlechtes Gewissen. Verschiedene mentale Trainingprogramme verhindern Heißhungerattacken, indem sie die Einstellung zum Thema Essen verändern.

Das Essen- und Hungerthema sitzt im so genannten limbischen System. Diese Gehirnregion ist für unsere Gefühle und Instinkte zuständig und organisiert das Sättigungsgefühl. "Das Gehirn wertet die Stoffwechselsituation unseres Körpers aus und veranlasst daraufhin unser Verhalten. Radikale Diäten scheinen das limbische System in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen und führen zu den Heißhungerattacken", erklärt Cora Besser-Siegmund, Autorin des Ratgebers "Nie wieder Heißhunger!" (TRIAS, Stuttgart. 2004).

Besser-Siegmund ist Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin und Management-Coach. In dem Ratgeber stellt sie eine Reihe von Mentaltrainings vor, die durch konstruktives Denken die Einstellung zum Thema Essen verändern und somit Heißhungerattacken verhindern können. "Es gibt wichtigere Themen im Leben als Kalorienzählen oder Diätrezepte. Erst wenn das Thema Essen im Kopf "abnimmt", ist man in der Lage, weniger und gleichzeitig vernünftiger zu essen", informiert Besser-Siegmund.

Das Mentaltraining wendet sich dabei direkt an das limbisches System. Hier muss die emotionale Reaktion umprogrammiert beziehungsweise umgelernt werden. Ziel des Trainings ist die Regulierung der Hungergefühle. Zu dieser neuen Leichtigkeit im Umgang mit dem Essen gehört auch die Versöhnung mit der Tatsache, dass wir Menschen regelmäßig essen müssen. "Das Ziel ist also eine neue Form von Frieden mit unserem Körper und unseren angeborenen Ernährungsprogrammen", erklärt Besser-Siegmund.

Überall werden wir mit Bildern von Essen konfrontiert. Hinzu kommt eine ständige Reizkonfrontation durch Lebensmittelgeschäfte, Restaurants und Imbisse. "Bringen Sie ihrem Gehirn bei, Sinnesreize von Essen durch geeignete Wahrnehmungsfilter emotional unwichtig zu machen", informiert Besser-Siegmund. Stellt man sich das Essen beispielsweise bewusst in Schwarz-Weiß vor, löst sich der Verführungssog des Essens spürbar. Dieses Mentaltraining hilft auch an einem Büfett. "Sollte eine Speise Sie trotzdem magnetisch anziehen, bewegen Sie ein paar Mal schnell die Augen hin und her. Diese schnellen Augenbewegungen führen nicht nur zu einer Lösung des Blicks, sondern gleichzeitig auch zu einer emotionalen Loslösung vom Verführungssog", so Besser-Siegmund.

In ihrem Ratgeber informiert die Autorin über die Ursachen von Heißhungerattacken. Sie stellt Übungen zum Mentaltraining vor, die zu Hause durchgeführt werden können. So üben Betroffene richtiges Verhalten beispielsweise beim Anblick eines Büfetts oder beim Durchblättern von Kochbüchern und lernen so Heißhungerattacken zu vermeiden.

WANC 01.07.04

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