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Sc hön schlank: Aber Diäten können Osteoporose hervorrufen
Bei Diäten: Krank bis auf die Knochen

Diäten können schaden – vor allem den Knochen. Durch eine mangelnde Versorgung mit Kalzium und Vitamin D leidet die Knochendichte.

Frauen die sich mit Crashdiäten kasteien um einem falschen "Schönheitsideal" zu entsprechen oder um eine zu schlanke Linie zu bewahren, sind extrem Osteoporose gefährdet, erklärt Diplom Diätassistentin Klaudia Pütz von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Auch bei Jugendlichen mit Untergewicht und Essstörungen können zu frühzeitiger Entwicklung einer Osteoporose führen. Deswegen ist für Jugendliche empfehlenswert, täglich mindestens 1200 Milligramm Kalzium und fünf Mikrogramm Vitamin D für einen optimalen Schutz der Knochen aufzunehmen.

Osteoporose ist nicht nur für Senioren ein wichtiges Thema, warnt Pütz. Die Kindheit ist die wichtigste Phase für den Knochenaufbau. Die maximal erreichbare Knochenmasse wird durch Ernährungsweise, Alter, BMI und genetische Faktoren beeinflusst. Der Grundstein zur Vermeidung von osteoporosebedingten Frakturen in späteren Lebensjahren wird während Kindes- und Erwachsenenalter gelegt. Je besser das Knochengerüst bis zum dreißigsten Lebensjahr aufgebaut ist, desto länger reichen die Ressourcen und desto weniger gefährdet der altersbedingte Knochenabbau die Stabilität des Skeletts.

Eine Studie zeigt, dass der niedrige Östrogenspiegel bei Frauen mit Magersucht die Knochendichte reduziert. Langfristige Hungerperioden und Crashdiäten gehen mit einem Anstieg des Blutkortisolspiegels, niedrigem Östrogenspiegel und Amenorrhö (Ausbleiben der Regel) einher. Kortison hat eine abbauende Wirkung. Daher sollten Kalzium und Vitamin D bei einer Kortisontherapie substituiert werden. Um das Gewicht untergewichtiger Mädchen, aber auch Jungen zu stabilisieren und ausreichend Mineralstoffe und Vitamine für den Knochenaufbau zuzuführen, ist Trinknahrung aus der Apotheke empfehlenswert, so Pütz. Hochkalorische Trinknahrung ist die aus ernährungsmedizinischer Sicht beste Möglichkeit, gesund zuzunehmen.

Die besten Kalziumlieferanten sind:

  • Milchprodukte
  • kalziumreiches Mineralwasser
  • grünes Gemüse
  • Beerenfrüchte

Kalzium alleine reicht nicht, um Osteoporose zu vermeiden – erst die Kombination mit Vitamin D sorgt für feste Knochen. Vor allem für Osteoporose-gefährdete Menschen ist die Einnahme von Nahrungsergänzungspräparaten sinnvoll.

WANC 07.11.03

Osteoporose: Richtig ernähren und viel bewegen

Naturkost.de

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