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Schlank werden: Diäten nach dem glykämischen Index erhebliche Schwächen
Low-carb- und Glyx-Diäten: Nur kurzfristige Erfolge

Fettarm oder nicht fettarm essen, um abzunehmen. Ganz einig sind sich die Wissenschaftler anscheinend nicht. Insbesondere wird Sinn und Aussagekraft des glykämischen Index in Frage gestellt.

Seit Jahrzehnten empfehlen Ernährungswissenschaftler fettarmes Essen, um Übergewicht und Diabetes vorzubeugen. Jetzt glauben US-Forscher genug Hinweise dafür gesammelt zu haben, die geltende Lehrmeinung zu revidieren.

So versprechen Low-carb- und Glyx-Diäten schnelle Abnehmerfolge. Auf Fleisch oder Schokolade müssen Abnehmwillige dabei nicht verzichten. Tatsächlich ergaben neuere Studien, dass eine kohlenhydratarme Ernährung mit niedrigem glykämischen Index (GI) kurzfristig das Abnehmen erleichtert, berichtet die Fachzeitschrift UGB-FORUM. Doch im praktischen Alltag zeigen Diäten nach dem glykämischen Index erhebliche Schwächen.

Der glykämische Index ist ein Maß dafür, wie stark der Blutzuckerspiegel nach Verzehr eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels ansteigt. Lebensmittel mit niedrigem GI-Wert sind etwa die meisten Gemüse- und Obstsorten, Hülsenfrüchte sowie Fisch, Fleisch und Milchprodukte. Weißbrot und Süßigkeiten, aber auch Kartoffeln, Nudeln und weißer Reis weisen indessen höhere GI-Werte auf.

Doch genaue Angaben zum glykämischen Index des Essens sind in Wirklichkeit gar nicht möglich, sagt der Verband für unabhängige Gesundheitsberatung. Denn neben individuellen Schwankungen können die Messdaten bei der gleichen Testperson völlig unterschiedlich ausfallen. Auch Reifegrad, Anbaugebiet und Sorte von Obst und Gemüse sowie Verarbeitung und Zubereitung beeinflussen den glykämischen Index. Mit Hilfe von GI-Tabellen den Blutzuckeranstieg einer kompletten Mahlzeit vorauszusagen, ist deshalb praktisch nicht durchführbar.

WANC 15.02.05
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