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Erfolg beim Abnehmen? Ja, aber nur, wenn man die Kalorienzufuhr beschränkt. (Foto: Goodshot)
Abnehmen: Bei Diäten zählen nur die Kalorien

Wer abnehmen will, kann nur auf ein Erfolgsrezept vertrauen: Die Menge der verzehrten Kalorien muss eingeschränkt werden. Wer diesem Weg folgt, speckt aber nicht nur ab, sondern erweist seiner gesamten Gesundheit – und vor allem dem Herz – einen guten Dienst.

Viele moderne Diäten preisen als Weg zum Gewichtsverlust an, die Menge der verzehrten Fette, Kohlenhydrate oder Proteine zu reduzieren. Doch jetzt haben US-amerikanische Wissenschaftler die  „POUNDS LOST“-Studie ( (=Preventing Overweight Using Novel Dietary Strategies) durchgeführt. An nahmen 811 Männer und Frauen mit einem durchschnittlichen Alter von 50 Jahren und einem behandlungsbedürftigen Übergwicht (BMI – Body Mass Index von im Durchschnitt 33) teil. 



Die Männer und Frauen wurden in vier Gruppen aufgeteilt, die verschiedene Diäten befolgten:
Wenig Fett, durchschnittlich Protein (Low-fat, average protein):  Reduzierung des Fettgehalts auf 20 Prozent, der Proteine auf 15%, der Kohlenhydrate auf 65%. 
Wenig Fett, viele Proteine: Reduzierung des Fettgehalts auf 20 Prozent, der Proteine auf 25%, der Kohlenhydrate auf 55%.
Viel Fett, durchschnittlich Proteine: Reduzierung des Fettgehalts auf 40 Prozent, der Proteine auf 15%, der Kohlenhydrate auf 45%.
Viel Fett, viele Proteine: Reduzierung des Fettgehalts auf 40 Prozent, der Proteine auf 25%, der Kohlenhydrate auf 35%. 



Bei allen Diäten wurde die Gesamtenergiezufuhr um 750 kcal bis zu einer Untergrenze von 1200 kcal pro Tag verringert. Die Diäten verwendeten herzgesunde Zutaten: wenig gesättigte Fettsäuren, wenig Cholesterin und einen hohen Faseranteil. Außerdem mussten alle Teilnehmer pro Woche 90 Minuten moderaten Sport betreiben.

Begleitet wurden die Patienten über einen Zeitraum von zwei Jahren. Nach sechs Monaten hatten die Teilnehmer in allen Gruppen 6 kg an Gewicht verloren, rund 7 Prozent des Körpergewichts. Nach zwei Jahren betrug der Gewichtsverlust nur noch 4 kg. Immerhin 14 bis 15 Prozent der Diätwilligen hatten ihr Körpergewicht um 10 Prozent verringert.


„Die Ergebnisse belegen, dass so lange die Menschen einer herzgesunden, kalorienreduzierten Diät folgen, dass es mehr als nur einen Ernährungsvorteil sowie das Erreichen eines gesunden Gewichts gibt,“ sagt Elizabeth G. Nabel, vom National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI) of the National Institutes of Health.

Was das bedeutet: Bei den Diäten mit wenig Fett sank das LDL-Cholesterin innerhalb der zwei Jahre um 5 Prozent, bei den Diäten mit viel Fett dagegen nur um 1 Prozent. Die Diäten mit dem höchsten Kohlenhydratanteil verringerte sich das LDL-Cholesterin um 6 Prozent, bei den Diäten mit dem niedrigsten Kohlenhydratanteil nur um 1 Prozent.

Doch weniger Kohlenhydrate bedeuetete einen höheres HDL-Cholesterin (auch als gutes Fett bezeichnet): 9 Prozent anstatt 6 Prozent bei der höchsten Zufuhr. Alle Diäten senkten die Triglyzeridwerte um 12 bis 17 Prozent. Mit Ausnahme der Diät mit der höchsten Kohlenhydratzufuhr verminderten alle Diäten die Konzentration des Zuckers im Blut. Der Blutdruck sank um 1 bis 2 mm Hg ohne Unterschiede in den einzelnen Gruppen.

Auch ein Ergebnis der Studie: Die regelmäßige Teilnahme an den Beratungsgesprächen sorgte für eine größeren Abnahmenerfolg. Für den Studienleiter Frank Sacks, Professor für Herz-Kreislauf-Prävention an der Harvard School of Public Health (HSPH) belegt das, dass fortlaufender Kontakt mit den Teilnehmern, um sie zu beraten, wichtiger sein kann, als die Diäten bis in alle Einzelheiten zu zerlegen. 

WANC 27.02.09, Quelle: Harvard School of Public Health, New England Journal of Medicine (2009; 360: 859-873), Deutsches Ärzteblatt

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