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Abnehmen durch Diäten funktioniert meist nicht, erfolgsversprechender ist eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten  (Foto: TK-Pressefoto 8512001755)
Abnehmen durch Diäten funktioniert meist nicht, erfolgsversprechender ist eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten (Foto: TK-Pressefoto 8512001755)
Warum die meisten Diäten letztlich nicht funktionieren

Essen, das ist nur für die Hälfte der Deutschen wirklich wichtig. Wahrscheinlich liegt darin  der Grund, warum vor allem junge Erwachsene häufig Fertiggerichte und Fastfood verzehren und beim Essen Fernsehen schauen oder im Internet suchen. Eher ungesunde Ernährung macht auf Dauer dick. So findet sich jeder zweite zu fett. Doch obwohl viele mit Diäten versuchen, den überflüssigen Speck los zu werden - der Erfolg bleibt in der Regel bescheiden.

Die Studie hat in Frauenzeitschriften, Fernsehmagazinen oder Internetportalen immer neue Wunderdiäten aufgespürt. Diese Berichte sind anscheinend der Renner, zumindest stachelt er viele an, es auch einmal mit dem Abnehmen zu versuchen. So haben 47% der Frauen und 23% der Männer schon einmal begonnen, mit einer Diät lästige Pfunde loswerden.

Die Befragung hat die drei beliebtesten Diätmethoden ergeben: halb so viel zu essen (FDH), Punkte oder Kalorien zu zählen und ausschließlich einzelne Lebensmittel wie Kohl oder Ananas zu essen. Unterm Strich hat das alles aber wenig und nur kurzzeitig etwas gebracht.  Bei sechs von zehn Abnehmwilligen schlug anschließend der Jo-Jo-Effekt zu. Ihr Gewicht war nach kurzer Zeit wieder genauso hoch wie zuvor - oder sogar höher.

Das lässt sich auch erklären. So schaltet der Organismus bei einer Diät und ganz besonders bei einer einseitigen auf Sparflamme. Weil man nach dem Ende der Diät, meist schnell wieder in alte Gewohnheiten verfällt, werden verlorene Pfunde nicht nur rasch wieder aufgeholt. Häufig legt der Körper dann sogar verstärkt Energiereserven an, um sich vor dem nächsten "Abnehmanfall" zu wappnen.
 
Ernährungsexperten raten deshalb dazu, die Ernährung grundsätzlich und dauerhaft umzustellen. Die Devise lautet: Nicht weniger, sondern anders essen, also vor allem Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.  Eine Ernährungsumstellung haben 46% bereits ausprobiert, bei den meisten war es ein Erfolg. So berichten 63% der Umsteller, dass das funktionierte und zwar auch langfristig.
 
Doch 36% habe es nicht geschafft. Und warum nicht? 64% der Abbrecher brachten nicht das notwendige Durchhaltevermögen auf. Mittlerweile hat man aber heraus gefunden, dass es den Erfolg beflügelt, wenn man die Familie und Freunde in sein Vorhaben einbezieht. Das sichert Unterstützung und manchmal auch einen weiteren Mitstreiter. Außerdem sollte man sich auch schon für kleine Erfolg belohnen - z.B. mit einem Theaterbesuch, einer Massage oder einer CD.


Berliner Ärzteblatt 30.05.2013/ Quelle: Iss was, Deutschland?, TK-Studie zum Ernährungsverhalten der Menschen in Deutschland - im Internet: bitte hier klicken. (http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/498464/Datei/64172/
TK_Studienband_zur_Ernaehrungsumfrage.pdf)
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