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Diättipp: Eiweißreiche Ernährung

Ernährungswissenschaftler glauben einen neuen Weg gefunden zu haben, Übergewicht vorzubeugen oder es zu verringern. Die Lösung heißt: eine eiweißreiche Ernährung. Ein Wissenschaftlerteam hat in einem Laborversuch nachgewiesen, dass das funktionieren kann.

Warum Eiweiß? Ernährungswissenschaftler haben heraus gefunden, dass eine hohe Aufnahme von Eiweiß zu einer erhöhten Wasseraufnahme führt. Mehr Wasser senkt aber die Menge der Nahrungsaufnahme. Und damit zum Konsum von weniger Fett und Kalorien, was dazu beiträgt, Übergewicht abzubauen oder vorzubeugen. Zudem kann eine eiweißreiche Kost die Verfettung der Leber (Fettleber) verhindern.

Ein Wissenschaftlerteam des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) hat Mäusen vier unterschiedliche Futtermischungen verabreicht. Alle hatten einen Fettanteil von über 40%. Die Futtermischungen waren entweder mit Eiweiß aus Molke (Anteil 44,8%), mit dem Eiweißbaustein Leucin (Anteil 14,2%) oder mit dem Eiweißbaustein Alanin (Anteil 12,9%) angereichert. Als Kontrolle verwendeten die Forscher ein fettreiches Futter mit einem normalen Eiweißanteil. Die Tiere, die das eiweißreiche Futter erhielten, tranken mehr, fraßen weniger und nahmen im Vergleich zu den Tieren, die ein Futter mit normalem Eiweißgehalt bekamen, trotz der sehr fettreichen Ernährung nicht zu. Ebenso wiesen sie deutlich niedrigere Cholesterin- und Leberfettwerte auf. Zudem war die Fettneubildung in der Leber reduziert. Die Eiweißbausteine Leucin und Alanin erreichten bei weitem nicht den Umfang der positiven Auswirkungen. Bei allen Tieren bestand jedoch ein enger Zusammenhang zwischen der Körperfettzunahme, den Leberfettwerten (Triglycerid-Werten) und der Gesamtenergieaufnahme.

Nun vermuten die Wissenschaftler, dass für die sättigende Wirkung des eiweißreichen Futters vor  allem die erhöhte Wasseraufnahme verantwortlich ist. Die häufig von Sportlern als Nahrungsergänzungsmittel verwendeten Eiweißbausteine Leucin und Alanin, die den Muskelaufbau fördern sollen, helfen bei der Gewichtsreduzierung dagegen weniger. 

Berliner Ärzteblatt 31.10.2012/ Quelle: Amino Acids; Freudenberg et al., 2012; DOI 10.1007/s00726-012-1363-2)
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