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Eine Ernährung mit viel frischem Obst kann die geistige Leistung erhalten helfen
Eine Ernährung mit viel frischem Obst kann die geistige Leistung erhalten helfen
Wer sich gesund ernährt, bleibt geistig länger fit

Wie abhängig die Gesundheit von der Ernährung ist, das mag inzwischen niemand mehr bezweifeln. Denn eine gesunde Kost kann nicht nur die Gesundheit erhalten, sondern Krankheiten sogar vorbeugen. Wie weit das reicht, das ist bei Volkskrankheiten wie Diabetes, starkes Übergewicht (Adipositas) und Herz-Kreislauf-Problemen ziemlich offenkundig. Bei der Entstehung von Krebs glaubt man Zusammenhänge zu erkennen, weiß jedoch letztlich recht wenig. Auch wie unser Gehirn und dessen Leistungsfähigkeit von der Ernährung beeinflusst wird, dazu sammeln wir gerade erst Erkenntnisse. Eine neue Studie belegt, dass bestimmte Faktoren der Ernährungsweise den Abbau geistiger Leistung beschleunigen oder aufhalten können. 

Im Jahr 2013 hat die Bundesregierung in der Vorstellung des Aktionsplans zur Präventions- und Ernährungsforschung das Problem erstaunlich richtig erkannt: "So ist unter anderem weitgehend ungeklärt, wie Lebensmittel und deren Inhaltsstoffe mit dem menschlichen Organismus interagieren, wie diese auf molekularer Ebene wir­ken und welche Rolle die individuelle genetische Veranlagung spielt. Des Weiteren mangelt es auch an wissenschaftlichen Erkenntnissen darüber, wie Ernährung und Krankheit sich gegenseitig bedingen: Was sind Determinanten für die Entstehung bzw. den Verlauf ernährungsassoziierter Erkrankungen?"

Was da professoral verklärt zwischen den Zeilen versteckt wird, ist das Zugeständnis, dass wir eigentlich über unsere Ernährung und die Folgen für unseren Körper schrecklich wenig wissen. Dass sich deshalb gute Vorschläge zur gesunden Ernährung oft widersprechen oder ausschließen und häufig eher auf Überzeugungen denn wissenschaftlichen Forschungsergebnissen basieren, wundert da kaum noch.  

In zwei parellel laufenden Studien an insgesamt 27860 Frauen und Männern aus 40 Ländern wurde der Zusammenhang zwischen Ernährungsweise und dem Abbau geistiger Leistungsfähigkeit untersucht. Das Mindestalter der Studienteilnehmer betrug 55 Jahre und repräsentiert damit eine Bevölkerungsgruppe mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und für Diabetes. 

Innerhalb der Beobachtungszeit von 56 Monaten wurden 4.699 Fälle des Abbaus geistiger Leistungsfähigkeiten festgestellt. Diese sogenannten kognitiven Störungen bezogen sich besonders auf das Konzentratations- und Kontrollvermögen sowie die Gedächtnisleistung. Je gesünder sich die Menschen ernährten, desto geringer war ihr Risiko, einen Verlust von Gehirnkapazität zu erleiden. Im Vergleich derjenigen, die sich am gesündesten ernährten gegenüber denen, die sich am ungesündesten ernährten lag das Risiko für Demenzerkrankungen um 24 Prozent niedriger.

Was bei der Ernährungsweise als „gesund“ angesehen wurde? Viel frisches Obst und  Gemüse, Nüsse, Eiweiß aus Soja, wenig tierische Nahrungsmitteln, Fisch.  Als ungesund galt dagegen der Verzehr z.B. von  frittiertem Essen oder Alkohol.

Anmerkung: Ein Problem dieser Studie ist, dass sie nicht die Frage beantwortet, was nun tatsächlich den Erhalt von Gehirnleistung bewirkt hat. Welche Inhaltsstoffe sind es, die den Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit aufhalten? Sind es die Omega-3-Fettsäuren, die Vitamine oder besondere pflanzlichen Stoffe, wie das in Weintrauben vorkommende Resveratrol oder bestimmte körpereigene Substanzen, wie das Polyamin (Polyamine werden für den Zellstoffwechsel benötigt und sind z.B. in Weizenkeimlingen und Sojasprossen zu finden) Spermidin, das das Gehirn von Verklumpungen von Proteinen im Gehirn schützt, oder die mit einer gesunden Ernährung möglicherweise einhergehende Verminderung der Kalorienzufuhr?

06.07.2015/ Quelle: Neurology

 

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