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Körpergrößen-Taillen-Verhältnis: Bessere Risikoabschätzung für Erkrankungen

So geht das: Teile das Körpergewicht durch die Körpergröße und heraus kommt der Body-Mass-Index (BMI). Das Ergebnis dient Ärzten, um daraus etwas über das Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes aussagen zu können. Doch jetzt behaupten englische Ernährungswissenschaftler, dass diese Methode ausgedient hat. Viel aussagekräftiger sei nämlich der Height-to-Waist-Index, also das Verhältnis der Körpergröße zum Taillenumfang.

Dass ihre These stimmt haben die Wissenschaftler bei rund 300.000 Menschen überprüft. Das Körpergrößen-Taillen-Verhältnis sagte bei ihnen viel genauer den hohen Blutdruck, Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen voraus als der Body-Mass-Index. "Jede Person weltweit, die ihren Bauchumfang unter der Hälfte der Körpergröße hält, kann dadurch ihre Lebenserwartung erhöhen", betont Studienleiterin Margaret Ashwell. Der Body-Mass-Index habe sein Schwächen, weil er nichts über die Fettverteilung kundtue.

Fritz Schick von der Abteilung für diagnostische und interventionelle Radiologie der Uni Tübingen unterstützt diese Ansicht: "Fettpolster wirken sehr unterschiedlich auf den Stoffwechsel, je nachdem wo am Körper sie liegen. Bauchfett sendet weitaus schädliche Hormone aus als das vergleichsweise harmlose Unterhautfett, das etwa im Hüftspeck vorzufinden ist. Deshalb hat ein 'Apfel-Typ' ein viel größeres Risiko für Diabetes und ähnliche Krankheiten wie der 'Birnen-Typ'."

Einen Beleg dafür lieferte der Tübinger Mediziner mit seinem Team durch Magnetresonanzmessungen, die bei Unterhautfett das Ausbleiben von Einwirkungen auf den Insulinhaushalt feststellen konnten, während Bauchfett sehr wohl deutliche Folgen hatte. "Wo man Körperfett anlagert, kann ein Mensch selbst kaum beeinflussen, da dies genetisch bedingt ist. Doch wer es als Übergewichtiger schafft, durch vernünftige Ernährung und Bewegung Kilos abzubauen, speckt damit unter anderem auch in der Bauchregion ab und kann somit Risiken für Hypertonie und Diabetes verringern", erklärt Schick.

wanc 12.06.2012/ Quelle: Europäischer Adipositas-Kongress, pte
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