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Mediterranes Essen: Gesundheitsplan für das Herz

Eine sogenannte mediterrane Diät hat sich als vorteilhaft nicht nur im Kampf gegen das Metabolische Syndrom, sondern genauso gegen Übergewicht, HDL-Cholesterin, Triglyceride, hohen Blutdruck und den mangelnden Zuckerstoffwechsel erwiesen. Wissenschaftler sagen nun, dass diese Ernährungsform eine mögliche und letztlich preiswerte Form der Prävention vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellt.

Wodurch zeichnet sich eine mediterrane Diät aus? Wissenschaflter beschreiben sie so: hoher Anteil von einfach ungesättigten Fettsäuren, die vor allem aus Oliven und Olivenöl stammen, täglicher Konsum von frischen Früchten, Gemüsen, Vollkornprodukten, fettreduzierten Milchprodukten, wöchentlicher Konsum von Fisch, Geflügel, Nüssen, Hülsenfrüchten sowie ein geringer Anteil von rotem Fleisch und moderater täglicher Gebrauch – damit ist in der Regel ein Glas gemeint - von Alkohol.

Diese Form der Ernährung ist mittlerweile die am besten erforschte Diät, betont Professor Dr. Demosthenes Panagiotakos von der Harokopio University of Athens. Es ist nachgewiesen, dass die Mittelmeer-Kost das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, für Typ-2-Diabetes, für Übergewicht und einige Krebserkrankungen senkt. Außerdem hat sie positive Auswirkungen auf Übergewicht, die Fettstoffe im Blut, den Stoffwechsel und die Höhe des Blutdrucks, der seinerseits Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes ist.
Darüber hinaus scheint die mediterrane Diät antioxdative und anti-inflammatorische Effekte zu haben. Das bedeutet, dass diese Kost dem Körper Giftstoffe entziehen und ihn vor Entzündungen schützen kann.

Dieses enorme Wirkungsspektrum haben die griechischen Wissenschaftler anhand von 50 Studien mit insgesamt 534.906 Patienten kontrolliert. Sie stellten unter dieser Ernährung fest, dass sich der Bauchumfang um 0,42 cm, die Triglyceride um 6,14 mg/dl, der systolische Blutdruck um 2,33 mm Hg und der diastolische Blutdruck um 1,58 mm Hg und der Zucker um 3,89 mg/dl verminderten. Das alles waren Durchschnittswerte aus der Gesamtheit der überprüften Studien.

„All das belegt die große Bedeutung, die der Lebensstil und dabei vor allem die Ernährungsgewohnheiten bei der Entwicklung und dem Voranschreiten des Metabolischen Syndroms haben,“ erklärt Panagiotakos. Er meint, dass eine gesunde Ernährung - wie die mediterrane Diät - zusammen mit einem aktiven Lebensstil eine wirkliche Präventionsstrategie gegen das Metabolische Syndrom sein könnten. 



Berliner Ärzteblatt 09.03.2011/ Quelle: American College of Cardiology, J Am Coll Cardiol, 2011; 57:1299-1313, doi:10.1016/j.jacc.2010.09.07
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