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Der Verzicht auf Fleisch soll das Risiko für eine Darmkrebserkrankung vermindern helfen
Der Verzicht auf Fleisch soll das Risiko für eine Darmkrebserkrankung vermindern helfen
Vegetarische Ernährung: Darmkrebs weniger häufig

Menschen, die sich vegetarisch ernähren, senken damit ihr Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Dieses Ergebnis einer gerade veröffentlichten Studie bestätigt zwar die häufig geäußerte Annahme, dass der Verzicht auf Fleisch gesundheitsfördernd sein könnte. Doch eine vor einigen Jahren durchgeführte Untersuchung war zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen: Vegetarier hatten eine deutliche erhöhte Rate an Darmkrebs.

In der jetzt vorliegenden Studie wurden 77.659 Frauen und Männer beobachtet, die sich vegan (Verzicht auf alle Lebensmittel tierischen Ursprungs), ovo-lacto-vegetarisch (kein Fleisch, aber Tierprodukte, wie Eier, Käse und Milch), pesco-vegetarisch (kein Verzicht auf Fisch) und semi-vegetarisch (1–3 Fleischmahlzeiten pro Monat) oder mit Fleisch ernährten.

Innerhalb der durchschnittlichen Beobachtungszeit von 7,5 Jahren wurden 390 Dickdarm- und 110 rektale Krebserkrankungen diagnostiziert. Grundsätzlich sorgte eine vegetarische Ernährung für eine Risikoabnahme für Darmkrebs um 22%. Bei Veganern lag die Minderung der Erkrankungswahrscheinlichkeit für Darmkrebs bei 16%, bei Ovo-Lacto-Vegetariern bei 18%, bei Peso-Vegetariern bei 43% und bei Semi-Vegetariern bei 8%. Immer im Vergleich zu den Menschen, die sich mit Fleisch ernährten. Ein Unterschied zwischen Frauen und Männern war nicht feststellbar.

Die bereits 2009 veröffentlichte Studie mit 63.550 Personen hatte ergeben, dass Vegetarier zwar um 11% seltener an Krebs erkrankten als Fleischesser, aber tendenziell häufiger an Darmkrebs. Ermittelt wurde eine Risikoerhöhung von 39%.

Woher diese Unterschiede herrühren, das lässt sich bisher nur erahnen. So beeinflusst die Einnahme von Aspirin, Rauchen, bestehende Entzündungen und das Maß an Bewegung das Krebsrisiko genauso, wie die Verzehrmenge von Obst und Gemüse. Die Wissenschaftler fragen sich, ob der Fleischverzicht alleine für eine Abnahme des Krebsrisikos verantwortlich ist oder ob nicht der generelle gesündere Lebensstil von vegetarisch lebenden Menschen dafür sorgt.

06.05.2015/ Quelle: JAMA Intern Med.

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