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Wasser beugt dem Übergewicht vor

Wassertrinken ist gesund. Wissenschaftler der ehrwürdigen Charité Berlin haben erforscht, dass Wasser beim Abnehmen helfen kann. Es enthalte keine Kalorien, dafür verbrenne es aber Energie. Wasser scheint ein Mulitalent. Denn es soll auch die die Vitalität der Haut verbessern. Schon das Trinken eines halben Liter Leitungswassers soll demnach die Durchblutung der Haut und ihren Stoffwechsel aktivieren.
 
Wer genügend trinkt, hält sich fit und beugt Übergewicht vor. Lauter gute Botschaften, die Dr. Michael Boschmann, Leiter einer Arbeitsgruppe am Franz-Volhard-Centrum für Klinische Forschung der Charité Universitätsmedizin Berlin, da bereit hält. Er erklärt auch gleich, warum Wasser so toll ist. Es diene nicht nur als Durstlöscher, sondern auch als Stoffwechselaktivator.
Boschmann und seine Kollegen haben dazu eine Studie gemacht. Jeweils sieben  Frauen und Männer durften sich morgens einen halben Liter Wasser auf nüchternen Magen genehmigen. Der Mediziner hat beobachtet, dass der Energieumsatz im Körper der Testpersonen um etwa 30% gestiegen ist und dieser Effekt 60 bis 90 Minuten angehalten hat.

Die Rechnung macht Boschmann auf: Das Mehr an Energieumsatz bedeute einen zusätzlichen Energieverbrauch von etwa 25 Kalorien. Beim Trinken von 1,5 bis 2 Litern Wasser täglich könnten etwa 100 Kalorien zusätzlich verbraucht verbraucht werden. Seine Erklärung: Durch das Wasser-Trinken verdünne sich kurzzeitig das Blut. Dies löse einen Reflex in der Leber aus. Und dieser Reflex wiederum aktiviere das sympathische Nervensystem, das unseren Körper auf geistige und körperliche Leistungen vorbereitet und dazu Energie verbraucht.

Die Begründung hörte sich auch schon mal etwas anders an, auch wenn sie im Grunde nichts anderes besagt. Das Berliner Forscherteam sei dem Phänomen des beiläufigen Kalorienverbrauchs auf die Spur gekommen, hieß es: Trinkt man kühles Wasser, wendet der Körper zur Erwärmung mehr Energie auf, als ihm zugeführt wird. „Bei normalgewichtigen Personen ließ sich eine Erhöhung des Energieverbrauchs um circa 50 Kilokalorien nachweisen“, wurde Boschmann zitiert. Auf ein Jahr bezogen könnten somit 36.500 Kalorien mehr verbraucht werden, was bis zu fünf Kilogramm Fettgewebe entspreche.

Nun kann man natürlich einwenden, dass 14 Personen keine gerade große Testgruppe sind. Richtig. Und man kann sich auch über die Ojektivität dieser Studie wundern, die immerhin vom Forum Trinkwasser e.V., einer Marketingorganisation, finanziert wurde. Genauso richtig.
Die Skepsis scheint angebracht, wenn man bedenkt, dass Herr Boschmann vor Jahren die Ergebnisse seiner Studie präsentierte, in der die Wirkung des Trinkens von Leitungswasser auf die Haut untersucht worden war. An sechs normalgewichtigen, gesunden Frauen sei diese Wirkung insbesondere auf die Durchblutung der Haut, ihre Versorgung mit Sauerstoff und ihren Stoffwechsel nachweisbar gewesen.

Die Studie zeigte nach Auskunft von Boschmann: Wer Wasser trinkt, fördert die Vitalität seiner Haut. Schon etwa zehn Minuten nach dem Trinken werde die Haut besser durchblutet, mit mehr Sauerstoff versorgt und so der Hautstoffwechsel "angekurbelt". Die erhöhte Stoffwechselaktivität unterstütze die Schutz- und Abwehrfunktion der Haut. Dieser innere "Vitalisierungseffekt" mache sich langfristig in einem frischeren Aussehen der Haut bemerkbar.

Klar ist: Unsere Haut profitiert außerordentlich von einer guten Flüssigkeitsversorgung. Sie besteht zu 80% aus Wasser und speichert damit etwa ein Drittel der gesamten im menschlichen Körper vorhandenen Flüssigkeit. Die Haut eines erwachsenen Menschen bedeckt, je nach Körpergröße, eine Fläche von bis zu zwei Quadratmetern. Für die Schutz- und Abwehrfunktion gegenüber äußeren Einflüssen und auch für die Wärmeregulation des Körpers hat sie aufgrund ihrer großen Oberfläche eine lebenswichtige Bedeutung.



Berliner Ärzteblatt 17.03.2011/ Quelle: Charité
 
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