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Das Geheimnis des Schlank Bleibens: Braunes statt wei?es Fettgewebe, das die Energie verbrennt und nicht speichert (Foto: Benjamin Thorn / pixelio.de)
Das Geheimnis des Schlank Bleibens: Braunes statt weißes Fettgewebe, das die Energie verbrennt und nicht speichert (Foto: Benjamin Thorn / pixelio.de)
Gewicht verlieren durch "gutes" Fett

Der Körper des Menschen (von allen Säugetieren) kennt zwei Sorten von Fett: das weisse, das Energie speichert und das braune, das Energie verbrennt. Weisse Fettzellen werden als die Dickmacher oder auch als böse und braune als die Schlankhalter oder auch als gute Fettzellen bezeichnet. Wissenschaftlern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) nun anscheinend einen Weg gefunden weisses in braunes Fett umzuwandeln.

Wenn der Körper Energie bekommt, dann nehmen weisse Fettzellen diese auf und speichern sie. Ist genügend Energie vorhanden, dann lagern sie diese in Form von Fetttropfen für allfällige «schlechte Zeiten» ab. Die Folge: das weisse Fett vermehrt sich, man wird dick.

Braune Fettzellen dagegen verwenden die zugeführte Energie, um sie zu verbrennen. Sie sind also quasi Heizkraftwerke und produzieren Körperwärme. Man weiß, dass vor allem Neugeborene viel dieses braunes Fett besitzen, weil sie damit ihre Körpertemperatur regulieren.

Bei Erwachsenen sieht das wohlmöglich etwas anderes aus, glaubt man. Da bilden sich braune Fettzellen vor allem als Anpassung an kalte Temperaturen im weissen Fettgewebe, das Gewebe wird in diesem Fall «beige». Menschen, die in wärmeren Gefilden leben, haben deutlich weniger dieser braunen Fettzellen. 



Dass die Umwandlung von weißem in braunes Fettgewebe gelingen kann, hat der Versuch mit Mäusen belegt. Tiere, die zunächst für eine Woche bei winterlichen Temperaturen (8°C) und anschliessend für mehrere Wochen bei Raumtemperatur gehalten wurden, entwickelten in der Kälte braune Fettzellen in ihrem weissen Fettgewebe. Das Gewebe wurde - wie oben schon gesagt - beige. Damit sei bewiesen, dass sich weisse Fettzellen abhängig von der Temperatur in braune umwandeln können und umgekehrt, betonen die Forscher.

Weil sich das allen Erwartungen gemäß bei Menschen genauso verhält, bietet das einen Weg,  neue Therapiemöglichkeiten gegen Fettleibigkeit zu entwickeln. Wie man allerdings ein Umwandlung schafft, wird noch erforsch. Eine Beeinflussung des  Prozess könne über Medikamente oder aktive Komponenten in der Nahrung erfolgen. Damit geht es im Gegensatz zu bisherigen Strategien zur Gewichtsverminderung nicht um eine verringerte Energieaufnahme, sondern um einen gesteigerten Energieverbrauch.



Berliner Ärzteblatt 29.04.2013/ Quelle: Nature Cell Biology 2013

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