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Übergewicht: Nicht wenig Bewegung sondern Zucker und Kohlenhydrate sind Hauptschuldige

In den letzten Jahren sind viele Mythen, die sich um unsere Gesundheit oder das Entstehen von Krankheiten ranken, enttarnt worden. Jetzt folgt die nächste: Bisher galt es als gesicherte Erkenntnis, dass die Ursache für die deutliche Zunahme übergewichtiger Menschen in deren physischer Inaktivität liegt. Anders gesagt: Die Menschen bewegen sich zu wenig und sitzen zu viel. Doch nun sagen Mediziner, dass die Hauptursache für Übergewicht schlechte Ernährung ist.

Niemand kann einer schlechten Ernährung davon laufen - selbst trainierte Sportler nicht. So lautet der Kommentar von Dr. Asen Malhotra, Kardiologe im Frimley Park Hospital in England. Training und Bewegung seien der Schlüssel, um ernsthafte Erkrankungen wie Diabetes, Herzerkrankungen und Demenz abzuwehren. Als Maß der Dinge werden ein tägliches Bewegungspensum von 30 Minuten am Tag genannt. Das vermindert das Risiko an vorgenannten Krankheiten zu leiden um etwa 30%.

Aber mit Gewichtsverlust habe das gar nichts zu tun, meint Malhotra. Tatsächlich würden neue Untersuchungen belegen, dass eine kalorienreiche Ernährung mehr Krankheit verursacht als physische Inaktivität, Alkohol und Rauchen zusammen. Aus den neuen Daten kann man entnehmen, dass bis zu 40% der Menschen trotz eines normalen Gewichtes krankhafte Stoffwechselveränderungen bekommen, die normalerweise mit Übergewicht einher gehen.

Malhotra bemängelt, dass uns die Werbung der Lebensmittelindustrie die Meinung eingeimpft habe, dass man nur Kalorien zählen und sich ausreichend bewegen müsse, um ein "gesundes" Gewicht zu erreichen. Doch was zähle sei die Quelle der Kalorien.  So würden Kalorien aus Zucker für Hunger und Fettablagerungen sorgen. Kalorien aus Fett würden dagegen ein Sättigungs- und Völlegefühl hervor rufen.

150 Kalorien aus Zucker jeden Tag zusätzlich verzehrt, erhöhen das Risiko an Diabetes zu erkranken um das 11-fache. Und zwar im Vergleich zur gleichen Kalorienmenge aus Fett. Und Kohlenhydrate sind kein bisschen besser. Studien belegen, dass die Verminderung von Kohlenhydraten die wirksamste Methode ist, um das metabolische Syndrom zu vermeiden - was insbesondere einen schlechteren Stoffwechsel und die Erhöhung der Insulinresistenz (Vorstufe zum Diabetes) bedeutet.

Das geht sogar soweit, dass kundige Ernährungsexperten sogar Sportlern vor einem intensive Training nicht das gängige Essen von Kohlenhydraten empfehlen. Sie sollten lieber Fett zu sich nehmen, lautet der Rat.

24.04.2015/ Quelle: Br J Sports Med

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