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....verleiht Flügel: Energy-Drinks haben oft viele Kalorien (Foto: Hermera)
Energy-Drinks: Machen Sie wirklich fit?

Nach Untersuchungen der Verbraucherzentralen enthalten Energy-Drinks und Co. an erster Stelle Wasser, Zucker und Koffein. Für die Behauptung, dass bestimmte Substanzen fit machen oder sogar "Flügel verleihen" sollen, fehlt allerdings die wissenschaftliche Grundlage.

Die Verbraucherzentralen haben die bundesweit insgesamt 238 ACE-Getränke, Energy-Drinks, Sportler-Getränke, probiotische Milchgetränke, Frühstücksdrinks, Wellness- und Vitamingetränke unter die Lupe genommen. Fazit: Von Zusatznutzen kann keine Rede sein. Die weit überzogenen Darstellungen zu gesundheitsfördernden Wirkungen der verschiedenen Zutaten entbehren zumeist jeglicher wissenschaftlicher Grundlage.

Die so genannten funktionellen Getränke versprechen Fitness, Wellness, Leistung (Power) oder Gesundheit. Als Wirksubstanzen fanden die Verbraucherschützer 103 verschiedene Inhaltsstoffe von Apfelessig und Aloe vera über Johanniskraut, Kombucha, Taurin und Vitaminen bis hin zu Zitronengras.

In einigen Fällen entpuppten sich die angeblichen Heilsbringer sogar als potenziell gesundheitsschädlich. Problematisch sei vor allem die Anreicherung mit Beta-Carotin. Aus Studien ist bekannt, dass Beta-Carotin in isolierter Form schon bei einer täglichen Aufnahme von nur 20 Milligramm bei starken Rauchern und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen Gesundheitsschäden verursachen kann.

Energy-Drinks enthalten vor allem Koffein. In Deutschland sind pro Softdrink maximal 250 Milligramm Koffein pro Liter erlaubt. Manche Energy-Drinks überschreiten allerdings diesen Grenzwert. Sie dürfen deshalb zwar in Deutschland nicht hergestellt, paradoxerweise wohl aber verkauft werden. Nicht nur für Kinder und Jugendliche kann die anregende Wirkung zum Problem werden. Zum Durstlöschen sind Energy-Drinks deshalb nicht empfehlenswert. Außerdem: Mit 125 Kilokalorien pro 250-Milliliter-Dose sind Energy-Drinks kleine Kalorienbomben.

Neben Wasser, Zucker, B-Vitaminen, Koffein, Zitronensäure, Aroma- und Geschmacksstoffen weisen die Energy-Drinks auch noch Stoffe wie Inosit, Glucuronolacton und Taurin auf. Diese Substanzen sind bei uns nicht oder nur eingeschränkt als Lebensmittelzusatzstoffe erlaubt.

WANC 01.04.04/dgk

Bericht "Funktionelle Getränke - Alkoholfreies mit Zusatznutzen? "

WDR.de

 
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