Diät
Essen + Trinken
Tipps
Vitalstoffe
 
 


Eier zu Ostern: Auf Haltbarkeit und Farben achten (Foto: Hermera)
Ostern: Vorsicht vor faulen Eiern

Ostern ist die Zeit der Eier. Doch Vorsicht: Abgeschreckte Eier verderben schneller und die Haltbarkeit hängt auch von Lagerungsbedingungen ab. Außerdem können die chemischen Farben Allergien hervor rufen.

Ausgepustet und angemalt, gekocht und gefärbt - der alte Brauch, Ostern Eier zu verschenken, hat sich bis heute gehalten. Dabei nimmt die Art der Färbung, die Lagertemperatur und das Verfahren des Abschreckens der Eier entscheidenden Einfluss auf die Haltbarkeit, wie die Neue Apotheken Illustrierte betont.
   
Abschrecken: Der altbekannte Hausfrauentrick hat ausgedient. Eier
verderben dadurch viel schneller, und besser schälen lassen sie sich deshalb auch nicht. Also fort mit diesem alten Zopf, wenn es um Ostereier geht. Folgende Empfehlungen gibt das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG):
  • Zum hart Kochen vorzugsweise 7 bis 14 Tage alte Eier verwenden.
  • Eier mit möglichst glatter Oberfläche wählen.
  • Eier je nach Größe und Ausgangstemperatur 10 bis 12 Minuten hart kochen.
  • Eier nach dem Kochen nicht abschrecken.
  • Hart gekochte und abgeschreckte Eier sind bei Raumtemperatur nur wenige Tage haltbar, gekühlt etwa ein bis zwei Wochen. 
  • Hart gekochte, nicht abgeschreckte Eier können, sofern die Schale intakt ist, dagegen einige Wochen bei Raumtemperatur gelagert werden.
  • Hart gekochte industriell gefärbte Ostereier sind aufgrund eines Schutzlackes bei Raumtemperatur sogar mehrere Monate haltbar.

Die gängigen Eierfarben sind Lebensmittelfarben, die auch als Zusatzstoffe zugelassen sind. "Viele dieser Stoffe gehören zur Gruppe der Azofarbstoffe, die bei empfindlichen Menschen allergieähnliche Reaktionen auslösen können", informiert Laura Groche, Ernährungsreferentin der Verbraucher Initiative. Hautrötungen, Juckreiz und in schlimmen Fällen auch Asthma können die Folge sein. Beim Färben gelangen Tartrazin (E 102), Azorubin (E 122) und Co. durch winzige Risse und Sprünge der Eierschale leicht bis ins Eiweiß. Auf diese Weise werden sie in geringen Mengen mitgegessen.

Deshalb empfiehlt die Verbraucher Initiative Farben aus der Natur. Sie sind gesundheitlich unbedenklich und ergeben schöne Farbtöne:

  • Rote Beete und rote Zwiebelschalen: Rottöne
  • Schwarzer Tee oder Walnussschalen: Goldgelb bis Braun
  • Spinat und Petersilie: Grün
  • Rotkohlblätter: Blau bis Lila

Weiße Eier nehmen die Farbe am besten an, besonders wenn sie vor dem Färben gut mit Essig abgerieben werden. Der Sud aus einem halben Liter Wasser, einem Schuss Essig und 250 g Pflanzenstückchen bzw. einem Viertelliter Rote-Beete-Saft muss ungefähr 30 bis 45 Minuten kochen, bevor die Eier hineingegeben werden. Sie werden im Farbbad hart gekocht und abgekühlt. In Reformhäusern, Apotheken und Bio-Läden gibt es auch fertige Naturfarben-Sets zu kaufen.

Die Verbraucher Initiative rät zum Kauf von Eiern aus ökologischer oder Freilandhaltung, die den natürlichen Bedürfnissen der Hühner am ehesten entgegenkommen. Eier aus ökologischer Haltung sind mit einer 0 im Erzeugercode, Freilandhaltung wird mit der 1 gekennzeichnet. Die Ziffern 2 und 3 stehen für Boden- bzw. Käfighaltung. Auch auf dem Eierkarton wird die Haltungsform angegeben.

WANC 02.04.04

Ostern: Sinnvoll ernähren

Verbraucher Initiative

 
Seite versenden  
Seite drucken