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Alkohol und Energydrinks: Kann eine für die Gesundheit unseelige Kombination sein (Foto: DAK/Wigger
Können Energydrinks lebensgefährlich sein?

Die Antwort könnte tatsächlich ja lauten. So soll es zu Todesfällen gekommen sein, weil diese Drinks zusammen mit Alkohol oder bei ausgiebiger sportlicher Betätigung getrunken wurden. Obwohl der Zusammenhang noch fraglich ist, glauben Wissenschaftler, dass die typischen Energydrink-Inhaltsstoffe gegenseitig verstärken und zu einem tödlichen Mix werden könnten. 

In wieweit Energydrinks negative Folgen haben können, beschäftigen Wissenschaftler schon länger. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat seit 2000 regelmäßig neue Erkenntnisse gesammelt. Auf der Grundlage aktueller Recherchen hat es weitere Hinweise auf mögliche Gesundheitsrisiken durch den Verzehr von Energydrinks gefunden. So sollen sich in der Folge u.a. Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Nierenversagen und erneut Todesfälle ereignet haben. Allerdings: Wissenschaftlich ist der direkte Zusammenhang nicht erwiesen.

Beachtenswert hält das BfR auch Befunde, nach denen Personen ihre nachlassende Reaktionsfähigkeit durch Alkoholkonsum unter dem Einfluss von Energydrinks nicht mehr realistisch wahrnahmen. Die objektiven Messungen ihrer psychomotorischen Fähigkeiten ergaben aber, dass Energydrinks bestimmte, durch Alkohol bedingte motorische und visuelle Einschränkungen nicht kompensierten. Der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Energydrinks kann somit zu einer Fehleinschätzung der Leistungsfähigkeit führen.

Schon im Jahr 2002 (Richtlinie 2002/67/EG) hatte das Institut vor Energydrinks gewarnt, dass „beim Konsum größerer Mengen derartiger Getränke im Zusammenhang mit ausgiebiger sportlicher Betätigung oder mit dem Genuss von alkoholischen Getränken unerwünschte Wirkungen nicht ausgeschlossen werden können und derartige Getränke, insbesondere in größeren Mengen, nicht für Kinder, Schwangere, Stillende und Koffein-empfindliche Personen zu empfehlen sind.“

Deshalb rät das BfR bis zum Vorliegen aussagekräftiger Studien Patienten mit Bluthochdruck oder Herzerkrankungen zur Zurückhaltung beim Konsum von Energydrinks. Denn obwohl es Untersuchungen aus Schweden und den USA gibt, die Gesundheitsrisiken aufzeigen, ist die Datenlage noch eindeutig.

Die Einschätzung der Gefahren scheinen in Europa sehr unterschiedlich zu sein. In Deutschland ist beispielsweise der Vertrieb nur unter bestimmten Bedingungen zugelassen, in Frankreich bestehen weitergehende Inhaltsstoffbeschränkungen. In Finnland und Kanada gibt es Warnhinweise. In Dänemark und Norwegen sogar Verbote.

WANC 02.05.08
Quelle: http://www.bfr.bund.de/

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