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Gewürze im Weihnachtsgebäck: Gesund und gut für die Stimmung (Foto: Hermera)
Weihnachtsgebäck: Gesunde Gewürze

Ein bunter Teller mit Weihnachtsgebäck hebt nicht nur die Weihnachtsstimmung. Insgesamt wirken die Zutaten der Plätzchen auf unsere seelische Befindlichkeit. Wissenschaftler sagen, dass Gewürze positive Emotionen auslösen.

Wenn Weihnachten als das Fest der Freude erlebt wird, liegt das nicht nur an den schönen Geschenken. Auch Leckereien wie Zimtsterne, Lebkuchen, Anisplätzchen und Weihnachtsschokolade tragen zur Festtagsstimmung bei.

Das Geheimnis dafür sind unter anderem die enthaltenen Gewürze: "Gewürze in Süßwaren unterstützen das Wohlbefinden auf zweierlei Art und Weise. Einige haben einen direkten Einfluss auf den Serotoninspiegel und verbessern so unsere Laune. Zum anderen lösen Gewürze durch die ätherischen Öle über die Geruchsrezeptoren positive Gefühle und Emotionen aus", so Prof. Dr. Guido Ritter, Ernährungswissenschaftler an der Fachhochschule Münster. "Da der Serotoninspiegel im Gehirn auch von der Intensität des Tageslichtes abhängt, wird deutlich, warum wir vor allem in der dunklen Jahreszeit mehr Lust auf Schokolade, Gebäck etc. verspüren."

Aber Gewürze können noch mehr. Im Altertum bereits als Heilmittel eingesetzt, schützen sie vor Infektionen, bringen Verdauung und Kreislauf auf Trab und können sogar Schmerzen lindern. Der bunte Teller also als Garantie für gute Stimmung? Soweit geht es natürlich nicht mit der positiven Wirkung der gewürzhaltigen Süßwaren. Aber sie haben ganz bestimmt ihren Anteil an dem besonderen Zauber, der über der Weihnachtszeit liegt.

 Gewürz  Wirksame Inhaltsstoffe Diskutierte pharmakologische Wirkung
 Anis 1–6 % ätherisches Öl, das zu 80 bis 90 % aus trans Anethol besteht appetitanregend und verdauungsfördernd, antimikrobiell, östrogen
 Ingwer  1–3 % ätherisches Öl mit über 160 bisher nachgewiesenen Komponenten. Hauptkomponenten sind meist Sesquiterpene wie (-)-Zingiberen, Zingiberol, ar-Curcumen und Farnesen. Die Schärfe stammt u. a. von Gingerol. appetitanregend und verdauungsfördernd, antimikrobiell, antioxidativ, antiarterosklerotisch
 Kardamom Der Gehalt an ätherischem Öl ist mit 4–8 % verhältnismäßig hoch. Das Öl besteht in erster Linie aus a-Terpinylacetat und 1,8-Cineol. appetitanregend und verdauungsfördernd
 Muskatnuss Bis 15 % ätherisches Öl, Monoterpene (u. a. α- und β-Pinen) und Phenylpropanderivate (u. a. Myristicin) appetitanregend und verdauungsfördernd, antimikrobiell, antioxidativ, antikarzinogen, antidiarrhoisch, Steigerung der Konzentration an Serotonin (einem Stoff der im Gehirn eine zentrale Rolle bei der Regulation des Wohlbefindens hat)
 Nelken Ein sehr hoher Gehalt an ätherischem Öl (bis zu 25 %), das im Wesentlichen aus Eugenol besteht. und verdauungsfördernd, antimikrobiell, antioxidativ
 Piment 2–5 % ätherisches Öl mit 65–80 % Eugenol, Methyleugenol, Myrcen, 1,8-Cineol u. a. Aufgrund der Zusammensetzung ähnliche Wirkungen wie Nelken: appetitanregend und verdauungsfördernd, antimikrobiell, antioxidativ
 Vanille 1–4 % Vanillin und viele andere Benzaldehyd-, Benzylalkohol- und Benzoesäurederivate, u. a. appetitanregend und verdauungsfördernd, antioxidativ
 Zimt 1,5–3 % ätherisches Öl, das hauptsächlich aus Zimtaldehyd besteht. appetitanregend und verdauungsfördernd, antimikrobiell, antioxidativ

WANC 05.12.03
Quelle: Wissenschaftlicher Pressedienst Moderne Ernährung heute

Lebensmittel- chemisches Institut

WDR Rund um gesund

SWR Gewürzlexikon

 
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