Diät
Essen + Trinken
Tipps
Vitalstoffe
 
 


Logo der Aktion: Positive Wirkungen von Obst und Gemüse sind durch viele wissenschaftliche Studien belegt
Gesundheitskampagne „5 am Tag“: Krebsvorbeugung beginnt im Kindesalter

In der Primärprävention von Krebserkrankungen spielt eine obst- und gemüsereiche Ernährung eine wichtige Rolle. Eine gesunde Ernährung bildet neben Vorsorgeuntersuchungen und der Vermeidung krebserregender Stoffe die dritte Säule der Vorbeugung, die alle angeht.

"Von allen Ernährungsempfehlungen zur Primärprävention von Krebserkrankungen liegen zu den positiven Wirkungen von Obst und Gemüse die umfangreichsten wissenschaftlichen Ergebnisse vor", fasst der Ernährungswissenschaftler Professor Dr. Gerhard Rechkemmer vom Wissenschaftszentrum Freising-Weihenstephan der TU München den aktuellen Forschungsstand zusammen.

Laut World Health Organization (WHO) könnten bei einem Verzehr von mehr als 400 Gramm Obst und Gemüse pro Person und Tag weltweit bis zu 2,7 Millionen Leben jährlich gerettet werden. Ein entsprechender Anteil an Obst und Gemüse in der Ernährung würde schätzungsweise 19 Prozent der gastrointestinalen Krebsformen, 31 Prozent der koronaren Herzerkrankungen und 11 Prozent der Schlaganfälle verhindern helfen. In vielen Ländern machen sich seit einigen Jahren zahlreiche Organisationen durch Aufklärungskampagnen für einen höheren Verzehr von Obst und Gemüse stark. Diese Initiativen bekommen inzwischen die Unterstützung der WHO und der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations), die im November 2003 eine globale Initiative zur Erhöhung des Obst- und Gemüseverzehrs gestartet haben.

Aktuell untersucht eine multinationale Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition, EPIC) in 10 europäischen Ländern den Zusammenhang zwischen Ernährung, Lebensstil, Umweltfaktoren und Krebshäufigkeit. "Erste Studienergebnisse belegen, dass der tägliche Verzehr von mehr als 400 Gramm Obst und Gemüse die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung im oberen Verdauungstrakt um 20 bis 30 Prozent reduzieren kann", so Rechkemmer und weiter: "Darüber hinaus zeigt eine von der International Agency for Research on Cancer (IARC) herausgegebene Meta-Analyse aller Studien von Obst und Gemüse und Krebs, dass die Krebsrate mit einer obst- und gemüsereichen Ernährung um ca. 5 bis 12 Prozent gesenkt werden kann." Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus sowie Adipositas könnten - das belegenwissenschaftliche Studien - durch einen höheren Obst und Gemüseverzehr reduziert werden.

Die seit Mai 2000 laufende deutsche „5 am Tag“-Kampagne hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Obst und Gemüseverzehr in Deutschland von derzeit ca. 350 auf 600 bis 800 Gramm täglich zu steigern. "Wir haben uns bewusst für den handlungsorientierten Slogan '5 am Tag - Obst und Gemüse' entschieden, weil er die erforderliche tägliche Verzehrmenge von fünf Portionen in den Mittelpunkt der Kommunikation stellt. Mit fünf Portionen verzehren wir ca. 650 Gramm und erreichen einen optimalen Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs", so Helmuth M. Huss, Sprecher des Vorstands des 5 am Tag e.V.

Ein positives Beispiel für die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis bildet die von der Deutschen Krebsgesellschaft und ihren Ländergesellschaften im Rahmen der „5 am Tag“-Kampagne ins Leben gerufene „5 am Tag für Kids “- Initiative. Diese inzwischen in mehreren Bundesländern erfolgreich laufende Aktion wendet sich an Grundschulkinder der 3. und 4. Klasse. Wissensvermittlung zu „5 am Tag“, Warenkunde im Supermarkt und ein Praxisteil mit Essenszubereitung und gemeinsamem Verzehr verbinden Theorie und Praxis einer gesunden Ernährung auf kindgerechte Art und Weise. "In der Kindheit wird das künftige Ernährungsverhalten ganz entscheidend geprägt. Bei der Konzeption der „5 am Tag für Kids“ - Kampagne wurde daher darauf geachtet, dass sie für Kinder attraktiv und erlebnisreich ist ", erläutert die Ökotrophologin Clarissa Ehle , verantwortlich für die Umsetzung der Kampagne in Baden-Württemberg.

Ähnlich sind die Erfahrungen von Cornelia Richter von der Bayerischen Krebsgesellschaft: "Die Kinder können alles anfassen, schmecken, riechen, selbst ausprobieren, was ihnen schmeckt. Sie gehen innerhalb des Unterrichts nach draußen in die Supermärkte, Märkte oder Fruchthöfe. Sie erfahren neben theoretischem Ernährungswissen viele interessante Details über Herkunft, Wachstumsbedingungen und Zubereitungsmöglichkeiten von Obst- und Gemüsearten. Sie lernen selbst mit bestimmten technischen Hilfsmitteln umgehen. Und sie lernen das alles spielerisch und nicht mit dem erhobenen Zeigefinger."

WANC 10.03.04

5 am Tag e. V.

Hauptsache gesund

WDR.de

Sagen Sie uns Ihre Meinung

 
Seite versenden  
Seite drucken