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Mißverhältnis zwischen Ernährung und Bewegung

Der Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bringt es an den Tag: Deutsche essen weiterhin zu energiereich, aber immerhin mehr Gemüse und Obst. Dennoch stimmt unser Lebenstil noch längst nicht mit unserer Ernährung überein. Wir bewegen uns zu wenig und essen zu viel. 

"Der Ernährungsbericht belegt erneut, dass unser Ernährungsverhalten mit unserem Lebensstil nicht zusammen passen. Die durchschnittliche Energiezufuhr ist im Verhältnis zu den körperlichen Aktivitäten nach wie vor zu hoch. Wir essen zu viel, zu süß und zu fett", sagt Renate Künast, Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.

Weil wir zu viel essen und uns zu wenig bewegen, sind  65 Prozent der Männer und 55 Prozent der Frauen zu dick. Die Ministerin fordert, dass die Balance zwischen Ernährung und Bewegung wieder hergestellt werden müsse. Dazu brauche es viele gesellschaftliche Initiativen und Aktivitäten. "Denn wenn wir heute nicht gemeinsam wirksame Initiativen gegen Übergewicht und Fettsucht starten, werden die daraus folgenden Probleme die Kosten der Krankenkassen in Zukunft explodieren lassen", begründet Künast.

Der Bericht belegt einen Zusammenhang zwischen Ernährungswissen und Veränderungen im Ernährungsverhalten. "Wir liegen mit unseren Anstrengungen zur Verbesserung der theoretischen und praktischen Kenntnisse über die Grundlagen der Ernährung in Kindergärten und Schulen völlig richtíg. Diese Anstrengungen lohnen sich für den Einzelnen und die Gesellschaft", erklärt Künast.

Der Bericht stellt fest, dass mehr Obst und Gemüse gegessen wird. Doch reichen die durchschnittlich je 150 Gramm pro Tag noch längst nicht an die 400 Gramm Obst und Gemüse pro Tag heran, die die WHO empfiehlt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schlägt sogar 650 Gramm pro Tag vor. "Mit dieser Menge könnte das Krebsrisiko bei Frauen um 20 Prozent und bei Männern sogar um 30 Prozent gesenkt werden. Jede fünfte Frau und nahezu jeder dritte Mann könnten dieser heimtückischen Krankheit entkommen! Dies sollte eigentlich alle überzeugen, zumal ganzjährig ein abwechslungsreiches Angebot zur Verfügung steht", mahnt Künast.

Der Bericht macht auch deutlich, dass die einheimischen Obst- und Gemüsesorten weniger mit Rückständen von Pflanzenschutz- und Vorratsschutzmitteln belastet sind: Bei Gemüse enthalten etwa zwei Drittel keine bestimmbaren Rückstände und bei einheimischen Obst waren ein Drittel aller Proben ohne bestimmbare Rückstände. Dank verbesserter Analysetechniken werden auch feinste Spuren nachgewiesen. Und es wird gezielter und umfassender untersucht, so dass im Ergebnis mehr Rückstände aufgedeckt werden. Die durchweg niedrigen durchschnittlichen Gehalte an bestimmbaren Lebensmitteln sind aber gleich geblieben. "Das reicht aber nicht aus. Wir brauchen ein langfristige machbare Minimierungsstrategie", plant Künast. "Einen ersten Schritt haben wir mit dem Reduktionsprogramm chemischer Pflanzenschutz bereits getan, aber wir müssen hier auch innerhalb der EU weiter kommen. Deshalb habe ich den wissenschaftlichen Beirat gebeten, hier realistische Reduktionsziele zu entwickeln."

Die Untersuchungen zu den toxikologischen und mikrobiologischen Aspekten der Ernährung gehören zu den Standardthemen der Ernährungsberichte. Neben den Rückständen von Pflanzenschutzmitteln werden auch regelmäßig die Rückstände von Arzneimitteln und Organochlor-Verbindungen bei tierischen Lebensmitteln überprüft. und nur in sehr wenigen Fällen gefunden. Rückstände von Stoffen mit hormoneller Wirkung konnten gar nicht festgestellt werden. Wichtig ist auch, dass die Belastung von Frauenmilch sehr stark zurückgegangen ist, und somit keinesfalls ein Stillhindernis darstellt.

WANC 10.12.04

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