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Cola: In großen Mengen Auslöser für Kopfschmerzen (Foto: Hermera)
Koffein und Kopfschmerzen: Bestimmt die Dosis die Wirkung?

Cola kann Kopfschmerzen auslösen. Das ist das Ergebnis einer israelischen Studie, an der 36 Kinder und Jugendliche teilnahmen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann Koffein allerdings auch gegen Migräne und Kopfschmerzen wirken. 

Die durchschnittlich neun Jahre alten Patienten tranken täglich mindestens eineinhalb Liter Cola. Das entspricht einem Koffeinkonsum von etwa 200 Milligramm. Die Folge waren Kopfschmerzen, die an mindestens vier Tagen in der Woche auftraten. Durch eine langsame Verminderung der Koffeinaufnahme konnten die Kinder von ihren Beschwerden befreit werden.

Doch Koffein kann nicht nur Kopfschmerzen auslösen, sondern auch beseitigen. Koffein hat neben der bekannten belebenden Wirkung positive Effekte speziell gegen Kopfschmerzen und Migräne. Es gelangt mit dem Blut ins Gehirn und erweitert dort verengte Blutgefäße. Kopfschmerzen, die durch eine mangelnde Blutversorgung entstanden sind, können dadurch gelindert werden. So erklärt sich auch die von der Hausapotheke bekannte Wirkung einer Tasse starken Kaffees zu Beginn einer Migräneattacke.

Ob Koffein gegen Kopfschmerzen hilft oder sie verursacht, könnte also eine Frage der Dosis sein. Genauere Untersuchungen hierzu liegen nicht vor. Auch ist eine unterschiedliche Wirksamkeit von Koffein bei Kindern und Erwachsenen denkbar. Kinder sollten grundsätzlich auf Koffein verzichten, denn Koffein hat auch einen negativen Einfluss auf das Knochenwachstum. Eineinhalb Liter Cola am Tag sind außerdem auch hinsichtlich der Koffeinmenge für Kinder und Jugendliche bedenklich. Als Durstlöscher sind Wasser oder Saftschorlen wegen des geringeren Zuckergehaltes besser geeignet.

Außerdem hat Koffein vermutlich auch eine direkte Wirkung gegen Kopfschmerzen. Diese ist auf die Beeinflussung von Rezeptoren im Gehirn zurückzuführen. Neue Untersuchungen der Universität Freiburg zeigen darüber hinaus, dass Koffein die Wirkung der Schmerzmittel Acetylsalicylsäure (ASS) und Paracetamol verstärkt, wenn es gemeinsam mit diesen Wirkstoffen kombiniert wird. Bei der Kombination von Koffein, ASS und Paracetamol können deshalb 40 Prozent der beiden Schmerzmittel eingespart und die Nebenwirkungen vermindert werden. Für diesen Effekt reichen bereits 50 Milligramm Koffein aus. Das entspricht einer halben Tasse Kaffee.

WANC 13.02.04/dgk

Broschüre „Kopfschmerzen - Anleitung zur Selbsthilfe" zum Download

Kaffeeverband

MDR.de

 
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