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Eis: Häufig für Infektionen verantwortlich
Verborgenes Risiko: Infektion durch Lebensmittel

Jährlich erkranken etwa 200.000 Menschen an den Folgen von Infektionen durch Lebensmittel. Doch die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen, weil nur die schweren Fälle beim Arzt landen.

Bei den Folgen von Infektionen durch Lebensmittel handelt es sich in den meisten Fällen um Magen-Darm-Erkrankungen, die nach ein paar Tagen von selber abklingen. Nur wenn die Infektion schwerwiegender ist, suchen Betroffene den Arzt auf. Nach Ansicht von Christiane Höller, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, haben sich in den letzten Jahrzehnten die Lebensmittelinfektionen erhöht. Die tatsächliche Zahl der Erkrankungen wird auf jährlich über eine Million geschätzt.

Als Gründe hierfür nennt Höller: veränderte Fütterungsbedingungen, intensivere Tierhaltung, veränderte landwirtschaftliche Praktiken und Herstellungsverfahren, Internationalisierung, mehr Risikogruppen, Zunahme der Reisetätigkeiten und verändertes Verbraucherverhalten wie Essen außer Haus. Am häufigsten an den Infektionen beteiligt sind Fleischprodukte (23%), Kuchen und Eis (23%), Puddings und Cremes (16%), Eier und Eiprodukte (7%) sowie Mayonnaise und Salate (5%).

Ein neues Infektionsschutzgesetz soll helfen, Infektionskrankheiten besser zu verhüten und bekämpfen. So müssen Erreger beispielsweise sofort gemeldet werden. Und das Forschungsnetzwerk Lebensmittelinfektionen untersucht in ganz Deutschland das Auftreten von Erkrankungen, die durch Erreger wie Campylobacter oder Salmonellen-Serovare entstehen.

Ernährungswissenschaftler weisen darauf hin, dass der Verbraucher auch selbst etwas tun kann, um sich vor Infektionen zu schützen: So sollte Fleisch beim Metzger des Vertrauens gekauft werden, der eine artgerechte Tierhaltung zusichert. Ebenso verhält es sich bei Eiern von Hühnern, die in Bodenhaltung leben. Und bei Obst und Gemüse sollten regionale Sorten je nach Jahreszeit gewählt werden.

WANC 12.05.04/gsf

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