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Wer zu wenig trinkt, läuft Gefahr, seinen Kreislauf zu belasten sowie an verminderter Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit zu leiden (Foto: pte)
Trinken Sie genug?

Genügend zu trinken - vor allem in der heißen Jahreszeit - gehört zu den Standardermahnungen von Ernährungsexperten und Ärzten. Doch wie viel ist "genügend", was soll man trinken und was bewirken wasserreiches Gemüse und Obst?

In deutschen Unternehmen wird zu wenig getrunken. Laut einer Umfrage trinken rund 48 Prozent der Erwerbstätigen nach eigenen Angaben während ihrer Arbeitszeit zu wenig. Dabei ist das eine wichtige Voraussetzung für die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.

Zwei von Hundert trinken während der gesamten Arbeitszeit und in den Pausen nur ein Glas oder eine Tasse Flüssigkeit. Jeder Zehnte trinkt rund zwei bis drei Gläser. 30 Prozent nehmen etwa einen Liter Flüssigkeit zu sich. Über 1.000 vollzeitbeschäftigte Bundesbürger wurden zu ihren Trinkgewohnheiten am Arbeitsplatz befragt.

Ernährungsexperten raten, täglich mindestens 1,5 bis zwei Liter zu trinken. Erfreulich: Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen folgt dieser Empfehlung. Rund 40 Prozent trinken zwischen ein und zwei Litern, 15 Prozent sogar mehr als zwei Liter.

“Ausreichendes Trinken ist am Arbeitsplatz vor allem deswegen so wichtig, weil das Gehirn eines der wasserreichsten Organe ist und daher ständig Flüssigkeitsnachschub benötigt, um arbeiten zu können”, erklärt DAK-Ernährungsexpertin Kathrin Kraaibeek. Schon ein geringes Flüssigkeitsdefizit von nur zwei Prozent des Körpergewichts kann die Konzentration vermindern.

Das eigene Trinkverhalten schätzen die meisten Befragten realistisch ein: Wer zu wenig trinkt, weiß das auch. Als Grund für die zu geringe Flüssigkeitsaufnahme während der Arbeitszeit nannten rund drei Viertel, dass sie einfach nicht daran denken. 

Wer zu wenig trinkt, läuft Gefahr, seinen Kreislauf zu belasten sowie an  verminderter Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit zu leiden, betont auch Diplom-Ingenieurin der Ernährungstechnik Elisabeth Warzecha von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik. Durch die hohen Temperaturen merkt der Körper oft zu spät, dass man durstig ist und zu wenig getrunken hat. Trinken muss man, um die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten, denn sonst kann es zu Kreislaufbeschwerden oder Verwirrtheitszuständen kommen.

Die Ernährungsexpertin betont, immer wieder zu trinken und nicht erst beim Auftreten eines Durstgefühles damit anzufangen. Das ist ein Warnsignal des Körpers. Obwohl es gerade in diesem Punkt durchaus andere Meinungen gibt. Im "Spiegel" propagiert beispielsweise ein Experte dafür, nur dann zu trinken, wenn man auch Durst empfindet.

Der menschliche Körper besteht zu circa 60 Prozent aus Wasser, das lebenserhaltende Körperfunktionen regelt. Flüssigkeitsmangel verdickt das Blut und lässt lebenswichtigen Sauerstoff und energieliefernde Glukose langsamer ins Gehirn transportieren. Dadurch sinkt die Hirnleistung, man fühlt sich müde, kann sich schwerer konzentrieren und reagiert langsamer.

Bei Hitze reguliert der Organismus die Körpertemperatur durch Schwitzen, um über die Verdunstungskälte für Abkühlung zu sorgen. Das ausgeschwitzte Wasser enthält Mineralien wie Magnesium, Kalium, Natrium oder Zink, die der Körper rasch wieder nachfüllen muss. Am besten geschieht das durch mindestens 1,5 bis 2 Liter natriumreiches Mineralwasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees sowie Fruchtsaftschorlen im Verhältnis von 1 Teil Saft zu 2 bis 3 Teilen Mineralwasser. Auch wasserreiches Gemüse und Obst wie Tomaten, Gurken, Melonen oder Kirschen werten die Flüssigkeitsbilanz positiv auf.

Der Körper schwitzt durch das in Kaffee und schwarzem Tee enthaltene Koffein vermehrt und muss dies durch zusätzliche Wasserzufuhr wieder ausgleichen. Daher sind schwarzer Tee und Kaffee Genussmittel und keine Sommergetränke. Alkoholische Getränke sind auch nicht empfehlenswert, da sie besonders im Sommer den Kreislauf belasten.

Ein kleiner Trick hilft Berufstätigen, ihren täglichen Flüssigkeitsbedarf trotz Bürostress zu decken: Stellen Sie sich eine Flasche Mineralwasser griffbereit auf den Schreibtisch und trinken Sie während kleiner Pausen, rät Warzecha.

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