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Frau mit Limonadenglas und acht Würfelzucker
Limonade enthält meist viel Zucker. Schon ein kleines Glas schlägt mit rund 24 Gramm Zucker zu Buche. Das entspricht etwa acht Stückchen Würfelzucker
Foto: Techniker Krankenkasse

Machen Softdrinks Kinder dick?

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind zu dick. Seit den 1990er Jahren ist die Rate an übergewichtigen Kindern um 50 Prozent gestiegen. So sind heute schon 15 Prozent der Kinder zwischen drei und 17 Jahren betroffen, sechs Prozent davon gelten sogar als fettleibig. Woran liegt das?

Auffallend ist, dass parallel dazu auch der Pro-Kopf-Verbrauch von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken – also Fruchtsaftgetränke, Fruchtschorlen, Limonaden, Brausen, Sportgetränke, Energy Drinks und Eistees – stark gestiegen ist. Ob hier ein Zusammenhang besteht, versuchte die DONALD-Studie herauszufinden. Lars Libuda, Wissenschaftler am Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund, erklärte, dass "ein Anstieg des Verzehrs zuckerhaltiger Getränke mit einem zeitlich parallelen Anstieg des Body-Mass-Indexes" einhergeht. Dieser Index wird errechnet, indem man das Körpergewicht (in kg) durch die Körpergröße (in Metern im Quadrat) teilt. Doch was ist der genaue Zusammenhang?

Die Erfrischungsgetränke haben durch ihren Zucker einen hohen Energiegehalt. Da Flüssigkeit im Vergleich zu festem Essen aber weniger sättigt, essen die Kinder verständlicherweise nicht entsprechend weniger. Dadurch nehmen sie wesentlich mehr Energie auf, als sie eigentlich benötigen, und werden dick. Auch wenn die zuckerhaltigen Erfrischungsgetränke nicht der einzige Grund dafür sind, dass die Zahl übergewichtiger Kinder stark zugenommen hat, so haben sie sicherlich ihren Anteil daran.

Gerade im Sommer sollten Kinder aber reichlich trinken. Um der Zuckerfalle zu entgehen, sollte also darauf geachtet werden, dass der Zuckergehalt der Getränke möglichst niedrig ist.

WANC 26.06.08
Quelle: L. Libuda et al.: Konsum von Erfrischungsgetränken und Entwicklung des Körpergewichts im Kindes- und Jugendalter – Gibt es eine Verbindung?
In: Aktuelle Ernährungsmedizin 2008; 33 (3): S. 123-131

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