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Obst und Gemüse: Wirkstoffcocktail aus reichlich Vitaminen, Mineralstoffen, Nahrungsfasern sowie sekundäre Pflanzenstoffe (Foto: DAK/Kohlbecher)
Mit Obst & Gemüse länger und gesünder durchs Leben

Der Verzehr von etwa 1 Kilogramm Gemüse und Obst senkt das Herzinfarktrisiko deutlich und verhindert bis zu 50 Prozent aller Krebserkrankungen.

Dieses Ergebnis zahlreicher Studien ist deshalb so bedeutend, weil Folgen von Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Herzinfarkte sowie Krebserkrankungen die mit Abstand häufigsten Todesursachen in Deutschland sind. Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik empfiehlt daher eine Erhöhung des täglichen Gemüse- und Obstkonsums auf 1 Kilogramm, mit dem Schwerpunkt auf dem Gemüseverzehr. Leider nehmen die Bundesbürger, trotz der seit vier Jahren laufenden '5-am-Tag'-Kampagne, im Schnitt nur spärliche 140 Gramm pro Tag auf, so dass gerade einmal 5 bis 10 Prozent 600 Gramm und mehr verzehren, warnt , Diplom Oecotrophologe Thomas Reiche von der Gesellschaft.

Eine aktuelle indische Fall-Kontroll-Studie untersuchte an 350 Patienten mit akutem Herzinfarkt sowie 700 Gesunden den Zusammenhang zwischen Ernährungsweise und dem Auftreten der Herzerkrankung. Als Ergebnis stellten die Forscher um Tanuja Rastogi fest, dass das Herzinfarktrisiko mit zunehmendem Gemüseverzehr statistisch gesichert abnimmt.

Bei Personen mit einem langjährigen durchschnittlichen Verzehr von 3,5 Portionen Gemüse pro Woche ging das Risiko um zwei Drittel zurück gegenüber denen, die nur eine halbe Portion Blattgemüse wöchentlich aßen. Darüber hinaus ergab die Auswertung von über 200 epidemiologischen Studien, dass ein hoher Gemüse- und Obstverzehr im Vergleich mit niedrigem Gemüse- und Obstverzehr das Risiko einer Krebserkrankung insbesondere an Speiseröhre, Magen, Darm und Lunge um etwa 50 Prozent verringert. Dabei zeigten frisches Gemüse und Blattsalate den größten Krebsschutz.

Das, was Gemüse und Obst so unentbehrlich für unsere Gesundheit macht, ist der darin enthaltene Wirkstoffcocktail. Neben reichlich Vitaminen, Mineralstoffen und Nahrungsfasern liefern Gemüse, Rohkost und Obst vor allem sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide, Saponine, Flavonoide und Phenolsäuren. Sekundäre Pflanzenstoffe beugen am wirkungsvollsten Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen vor, indem sie an verschiedenen Stellen in den Prozess der Krebsentstehung eingreifen: manche verhindern, dass krebserregende Stoffe entstehen können, andere sorgen für die schnelle Ausscheidung von Krebserregern und wieder andere stoppen das Wachstum bösartiger Tumorzellen.

Ernährungswissenschaftler gehen insgesamt von 100.000 verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen aus, von denen bisher etwa 30.000 Verbindungen schon bekannt sind. Besonders wirksam in der Krebsvorbeugung sind nachweislich alle Kohlarten, Tomaten, Zwiebeln, Sojabohnen und Zitrusfrüchte. Zusätzlich helfen Antioxidanzien wie die zellschützenden Vitamine C, E und das Beta-Karotin bei der Krebsprophylaxe indem sie Radikale abfangen.

Diese äußerst aggressiven Verbindungen entstehen ständig im Körper, beispielsweise durch Alkohol, Rauchen, Medikamente, Stress, erhöhte UV-Strahlung oder eine falsche Ernährungsweise. Paprika, Broccoli, rotes und gelbes Gemüse und Obst sowie Pflanzenöl und Nüsse sind gute Quellen für antioxidaktive Vitamine.

Und es ist einfach als man denkt, innerhalb eines Tages 1 Kilogramm Gemüse und Obst aufzunehmen, wenn man die Menge auf kleine, handliche Portionen verteilt. Einfach sechs- bis siebenmal abwechslungsreich täglich etwas Rotes, Gelbes oder auswählen, auch Gemüse- und Obstsäfte sowie Tiefkühlware erlaubt sind.

WANC 26.11.04/diaita

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