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Cola-Werbung von 1955: Über die gesundheitlichen Risiken von süßen Erfrischungsgetränken wird immer mehr bekannt (Foto: Coca Cola)
Cola-Werbung von 1955: Über die gesundheitlichen Risiken von süßen Erfrischungsgetränken wird immer mehr bekannt (Foto: Coca Cola)
Cola: Krebsrisiko

Die US-amerikanische Verbraucherschutzorganisation CSPI hat einen erschreckenden Fund gemacht: Bei der Analyse von Coca-Cola, Pepsi-Cola, Diet Coke und Diet Pepsi hat sie hohe Konzentrationen 4-Methylimidazol (4-MEI) aufgespürt. Der Stoff wird eingesetzt, um den Getränken die spezifische dunkle Farbe zu verleihen. Doch es gibt noch eine weitere, weit gefährlichere Wirkung: 4-MEI steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen.

Die Verbraucherschützer haben in einer Dose Coca-Cola 142 Mikrogramm des Krebserregers 4-MEI. In einer anderen 146 Mikrogramm. Diet Coke enthielt zwischen 103 und 112 Mikrogramm. Bei den Produkten von Pepsi rangierte der 4-MEI-Anteil auf zwischen 145 und 153 Mikrogramm pro Dose. Das ist wirklich viel. Denn der Staat Kalifornien hat die tägliche höchste Verzehrmenge für 4-MEI auf den Grenzwert von 29 Mikrogramm festgelegt. Das bedeutet, dass bis zu diesem Wert das Risiko für eine Krebserkrankung zusätzlich um 1:100.000 erhöht. Bei allein einer Dose Coca-Cola wird der Grenzwert fast um das 5-fache überschritten. Im übrigen: Der gefährliche Stoff versteckt sich hinter einem unverdächtigen Namen: caramel coloring.

Die Reaktion der Firmen war erst einmal uneinsichtig. Die American Beverage Association teilte pampig mit, dass die betroffenen Firmen die Rezepte ihrer Getränke nicht ändern und Caramel Coloring weiter einsetzen würden. Also weiter wie bisher? Wohl nicht ganz. Denn inzwischen ist den Firmen aufgegangen, dass ein Festhalten am Bewährten bedeuten würde: Sie müssten auf den Flaschen und Dosen den Warnhinweis "Dieses Getränk kann Krebs verursachen" anbringen. Das will sich aber weder Coca noch Pepsi geben. Coca mault in einem Statement zwar rum, dass Caramel Color sicher sei. Gleichzeitig gibt das Unternehmen aber zu, die Zulieferer angewiesen angewiesen zu haben, den Anteil von 4-MEI zu senken.

wanc 13.03.2012/ Quelle: Center for Science in the Public Interest (CSPI)
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