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Erfrischungsgetränke: Die reinsten Zuckerbomben

Viele Getränke sind die reinsten Zuckerbomben. Die meisten Menschen ahnen gar nicht, wie viel Zucker und damit auch Kalorien in vielen auch als gesund geltenden Getränken enthalten sind.

Forscher der Universität Glasgow haben Menschen befragt, was sie glauben welchen Zuckeranteil einzelne Getränke haben. Reiner Apfelsaft wurde im Test auf vier Teelöffel Zucker pro Einheit geschätzt, er enthält jedoch das Doppelte. Bei Orangensaft und Ganzfruchtgetränken, sogenannten "Smoothies", verhält es sich ähnlich: Sie beinhalten jeweils sechs Teelöffel Zucker, die Schätzung beläuft sich aber nur auf vier. Drastischer fällt der Fehler bei Schokomilchshakes aus, in denen man statt in Wahrheit 14 bloß sechs Teelöffel vermutete, bei gepressten Fruchtsäften (zwölf versus sieben) oder bei kohlensäurehältigem Orangensaft-Zuckergetränk (16 versus neun).

Problematisch ist laut Ernährungswissenschaftlern auch, dass beispielsweise ein Glas 100-prozentiger Orangensaft als eine Portion Obst angesehen werde. Getränke sind jedoch nur bedingt ein guter Obstersatz: Zugesetzte Fructose erhöht die Blutfett-Werte und damit auch den Blutdruck, zeigen Studien.

Zur Falle wird der Zucker-Schätzfehler vor allem für jene Menschen, die abnehmen wollen. Die Glasgower Forscher zeigten, dass Engländer im Schnitt 659 Gramm Zucker und 3.144 Kalorien pro Wochen allein über nicht-alkoholische Getränke zu sich nehmen - also ein Viertel der für Frauen empfohlenen Menge, ein Fünftel jener für Männer. Doch jeder Vierte von denjenigen, die aktuell eine Diät machen, vergisst den über Flüssigkeiten zugeführten Zucker bei der Berechnung seiner täglichen Kalorienzufuhr.

Ernährungswissenschaftler bewerten den Ersatz von Zucker durch kalorienärmere oder -freie Süßstoffe kritisch. Alternativen wie Stevia könnten zwar die Gewichtsabnahme unterstützen, doch werde man durch den weiterhin süßen Geschmack beim Trinken auch beim Essen eher zu Zucker greifen. Um die Gesundheit zu fördern, sollte man schon im Babyalter damit beginnen, Wasser zu trinken.

wanc 14.05.2012/ Quelle: Universität Glasgow, pte
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