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Frischer Salat: Fertig aus dem Plastickbeutel kann er Magnet für Bakterien sein (Foto: DAK/Diercks)
Abgepackte Rohkost: Vorsicht Bakterienfalle

Verzehrfertig portionierte Frischkost aus dem Supermarkt soll sowohl unserem Wunsch nach gesunder Ernährung als auch der großen Nachfrage nach Fertiggerichten entgegenkommen. Doch sie birgt auch Risiken. Denn werden die abgepackten mundgerechten Obststücke, Salate und Sushi falsch gelagert oder unsauber zubereitet, sind sie ein Magnet für Bakterien.
   
Salate im Plastikbeutel beispielsweise sind praktisch, weil sie bereits geschnitten und gesäubert sind und quasi aus der Tüte gegessen werden können - so das Versprechen der Hersteller. Doch wird beim Transport zum Supermarkt die Kühlung unterbrochen, herrscht unter der Verpackung das perfekte Treibhausklima für Keime. Die Stiftung Warentest hat bei einer Stichprobe von 19 Mischungen vier als "mangelhaft" und 13 nur als "ausreichend" bewertet. Tipp: Den Tütensalat vor dem Verzehr auf jeden Fall noch einmal abspülen.

Auch Sushi in der Plastikbox zum Mitnehmen ist mit Vorsicht zu genießen: Die Pakete werden meist von Restaurants oder Catering-Firmen geliefert. Denn weil roher Fisch schnell verdirbt, ist eine Extra-Zulassung nötig, die Supermärkte in der Regel nicht haben. Auf der Packung müssen Hersteller, Haltbarkeit, Zutatenliste und das Gewicht stehen. Wichtig ist hier ebenfalls, dass bei Zubereitung, Transport und Aufbewahrung die Kühlkette nicht abreißt: Höchstens zwei Grad Celsius sind erlaubt. Der Verband der Lebensmittelkontrolleure rät demzufolge, nur Sushi zu kaufen, das im Fachgeschäft oder im japanischen Restaurant gerollt wurde.

Bedenklich sind ebenfalls frisch gepresste Orangensäfte, die sich Supermarkt-Kunden aus einer maschinellen Presse abzapfen können. Die Apfelsinen werden darin halbiert, und zwei Zylinder drücken den Saft heraus, der dann weiter unten aus einem Hahn herausläuft. Trotz der Fruchtsäure, die es Bakterien erschwert, sich rasch zu vermehren, sollte die Maschine regelmäßig gründlich gereinigt werden.

Ein weiterer Aspekt: Behandelte Orangen werden meist ungewaschen verarbeitet. So können Pestizide und Hefebakterien in den Saft geraten. Das Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg fand in Proben unzulässig hohe Keimzahlen. Besser: Die Früchte zu Hause selbst auspressen.

WANC 02.11.04/Für Sie
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