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Stärkung der Abwehrkräfte: Lösliche Ballaststoffe
Stärkeres Immunsystem durch lösliche Ballaststoffe

Lösliche Ballaststoffe stärken das Immunsystem. Denn durch sie kann die Dickdarmschleimhaut besser ihre Aufgabe als Schutzschild gegen schädlichen Keimen wahrnehmen.

Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, Bad Aachen, empfiehlt eine tägliche Ballaststoffaufnahme von wenigstens 30 Gramm. Während unlösliche Ballaststoffe nahezu unverdaut den Darm passieren, können Bakterien im Dickdarm die löslichen Ballaststoffe verstoffwechseln. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren wie Butyrate, die der Dickdarmschleimhaut als Energie liefernde Substrate dienen. Ein unzureichendes Angebot an Butyrat verringert die Barrierefunktion der Dickdarmschleimhaut.

Die Dickdarmschleimhaut fungiert als Schutzschild vor schädlichen Keimen, die durch den Eintritt in den Körper eine Infektion verursachen würden. Ist die Barrierefunktion reduziert, können vermehrt Bakterien in die Blut- und Lymphbahn gelangen. Das darmassoziierte Immunsystem ist ein wichtiger Bestandteil der Abwehr von Krankheitserregern. Neben als Probiotica bezeichneten dienlichen Bakterien sind aber auch Prebiotica, die die Probiotica ernähren, wichtig, betont die Gesellschaft.

Eine unzureichende Zufuhr an prebiotischen löslichen Ballaststoffen schwächt daher die körpereigene Abwehrkraft. Darüber hinaus begünstigt eine geringe Ballaststoffaufnahme die Darmkrebsentstehung. Lösliche Ballaststoffe finden sich beispielsweise in Haferkleie und Äpfeln. Generell ist der Gehalt an löslichen Ballaststoffen in Nahrungsmitteln jedoch eher gering, es überwiegen die unlöslichen. Deshalb kann es sinnvoll sein, so die Gesellschaft, lösliche Ballaststoffen wie teilhydrolisiertem Guarkernmehl, Pektin oder Plantago ovata-Samenschalen (Flohsamenschalen) zuzuführen, die als Nahrung für die Darmflora dienen.

WANC 09.01.04

Hauptsache gesund: Ballaststoffreicher Kuchen

Hauptsache gesund: Ernährungsinstitut

 
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