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Genmais macht impotent, verändert das Blutbild und schädigt innere Organe (Foto: FetteObjekte)
Genmais: Beeinträchtig Fruchtbarkeit

Mit Genmais gefütterte Mäuse haben eine erheblich beeinträchtigte Fruchtbarkeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie zu Gentechnik, die vom österreichischen Gesundheitsministerium veröffentlicht wurde. Die Studie stellt die Sicherheit genmanipulierter Pflanzen in Frage.

Im Vergleich zu Mäusen, die mit herkömmlichem Mais gefüttert wurden, gebaren die mit Genmais gefütterten Tiere weniger und schmächtigere Junge. Über 20 Wochen haben die Wissenschaftler der Veterinärmedizinischen Universität in Wien den genmanipulierten Mais NK603xMON810 des Herstellers Monsanto verfüttert. Er ist in der EU seit dem Jahr 2007 als Lebens- und Futtermittel zugelassen.

"Das Ergebnis dieser Studie ist ein weiterer Beweis für die Risiken genmanipulierter Pflanzen", mahnt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. "Die Risikobewertung von Genpflanzen in der EU reicht nicht aus und muss dringend reformiert werden. Bis dahin dürfen keine genmanipulierten Pflanzen mehr in Umlauf gebracht werden."

Leider gibt es so viele Beweise bisher noch nicht. Oder besser: Sie werden nicht veröffentlicht. Denn umstritten ist der Genmais schon immer. Und schon immer wird ihm vorgeworfen, dass die Langzeitfolgen überhaupt nicht geprüft worden sind. Vor allem reklamieren die Gegner, dass mögliche Schäden beim Menschen verschwiegen werden.

Dass diese Kritik nicht ganz unberechtigt ist, deckte der Spiegel bereits 2005 auf („Firma soll Genmais-Gefahr verschwiegen haben“, 23.6.2005). Damals musste erst ein deutsches Gericht die Firma Monsanto dazu zwingen, eine Studie freizugeben. Die 1300 starke Studie wurde der Öffentlichkeit zuerst nur in Auszügen präsentiert. Nach dem Richterspruch prüfte Greenpeace alle Ergebnisse und kam zu dem vernichtenden Urteil, das sie fehlerhaft und irreführend sei. Im Tierversuch habe sich gezeigt, dass Ratten, denen Futter mit MON 863 verabreicht worden war, ein verändertes Blutbild und Schäden an inneren Organen gehabt hätten.

Bei dem jetzt untersuchten Genmais handelt es sich um eine Kreuzung. Die Pflanze soll  gegen Unkrautvernichtungsmittel resistent sein und selbst ein Gift gegen Schädlinge produzieren. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte den Genmais als unbedenklich bewertet. Dabei zeigte bereits eine Fütterunsstudie von Monsanto mit NK603xMON810 gesundheitliche Beeinträchtigungen der Versuchstiere auf. Die EFSA schätzte diese Ergebnisse jedoch als "biologisch nicht relevant" ein.

Seit Jahren bemängeln mehrere EU-Mitgliedsstaaten an der EFSA, dass von ihr bislang noch kein einziger Antrag auf Zulassung eines GVO (gentechnisch veränderter Organismus) abgelehnt worden ist. Die französische Ratspräsidentschaft hat deshalb eine Initiative zur Verbesserung der Risikoabschätzung durch die EFSA gestartet. Erste diesbezügliche Ergebnisse sollen bis zum EU-Umweltrat am 4. Dezember des Jahres vorliegen.

Den drei Maissorten Bt11 von Syngenta, 1507 von Pioneer-Dow und MON810 von Monsanto hat die EFSA neuerlich ein positives Zeugnis ausgestellt. Der Genmais von Monsanto wurde erneut überprüft, weil sein Anbau dieses Jahr wegen  Sicherheitsbedenken - nach Österreich - auch von Frankreich verboten wurde. Bt11 und 1507 von Pioneer sind ebenfalls bereits zum zweiten Mal untersucht worden,  weil das erste Urteil der EFSA zu stark in die Kritik geriet.

Im April dieses Jahres hatte EU-Umweltminister Dimas die EFSA aufgefordert, ihre Expertise bei Langzeit-Untersuchungen zu verbessern. Doch nach Feststellung von Greenpeace ist die EFSA derzeit anscheinend nicht in der Lage, Langzeit-Analysen über die Gefahr von GVO auf Mensch, Tier und Natur durchzuführen.

12.11.08/ Quelle: Greenpeace

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