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Manchmal ein Stück Fleisch: Anscheinend gesünder als ganz ohne
Vegetarier: Weniger Fleisch und mehr Gemüse verlängern das Leben

Vegetarier leben einer Studie zufolge länger als «Normalesser». Von 1.904 Vegetariern, deren Daten am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg seit 1976 dokumentiert wurden, seien bis zum Studienende 1999 lediglich 59 gestorben - statistisch wären 100 Sterbefälle zu erwarten gewesen. Betrachtet man nur die männlichen Studienteilnehmer, so ist der positive Effekt mit nur 52 tatsächlichen Todesfällen noch ausgeprägter.

Die Leiterin der Studie PD Dr. Jenny Chang-Claude unterteilte die Teilnehmer nach Ernährungstypen in drei verschiedene Gruppen: Die „Veganer“, die neben Fleisch auch andere tierische Lebensmittel, wie Eier oder Milch, meiden. Die „Ovo-Lakto-Vegetarier“, die kein Fleisch, aber Eier und Milchprodukte essen. Und die „moderaten Vegetarier“, die ab und zu ein wenig Fleisch und Fisch essen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass von den drei Gruppen die geringste Sterberate moderate Vegetarier hatten. Ihnen folgten die Ovo-Lakto-Vegetarier und schließlich die Veganer.

Neben der Ernährungsweise erfasst die Studie auch andere Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder körperliche Aktivität: Wie erwartet, erhöht Rauchen das Sterblichkeitsrisiko im Durchschnitt um 70 Prozent. Dagegen können sich Teilnehmer freuen, die ihre körperliche Aktivität als mittel oder hoch angeben: Im Vergleich zu Bewegungsmuffeln ist ihr Sterblichkeitsrisiko um ein Drittel verringert. Gründe für die offensichtlich längere Lebenserwartung seien die gesünderen alltäglichen Gewohnheiten der Vegetarier. Auch habe nur etwa jeder zwanzigste Studienteilnehmer geraucht, in der Normalbevölkerung sei es jeder Dritte. Wichtiger noch: Nur sieben Prozent der Vegetarier waren übergewichtig. In der Normalbevölkerung schleppt dagegen jeder zweite Erwachsene zu viele Pfunde mit sich herum.

WANC 05.03/DKFZ

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