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Cola entzieht den Muskeln Kalium und schwächt sie dadurch (Foto: Stock photo)
Cola macht die Muskeln schwach

Cola steht nicht gerade im Ruf, besonders gesund zu sein. Jetzt haben Wissenschaftler heraus gefunden, dass es auch die Muskeln schädigt, in dem es dem Blut Kalium entzieht.

Wer häufig zu viel Cola oder andere koffeinhältige Getränke zu sich nimmt, bringt damit seine Muskeln in Gefahr. Das hat Moses Eliaf, Spezialist für Stoffwechselkrankheiten an der griechischen Universität Ioannina entdeckt. Er untersuchte Patienten, die täglich unvorstellbar hohe Mengen Cola tranken. „Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass exzessiver Koffeinkonsum Hypokalzämie auslöst. Lieferanten dafür sind in erster Linie Softdrinks, jedoch auch Kaffe oder Tee", berichtet der Forscher. Bei der Hypokalzämie sinkt der Kaliumgehalt des Blutes und schädigt die Muskelfunktionen.

Eliaf untersuchte zehn Patienten, die über mehrere Monate zwischen zwei und neun Liter Cola pro Tag konsumiert hatten. „Während die empfohlene maximale Koffeinmenge 200 Milligramm beträgt, überstieg sie bei diesen Personen die Gramm-Grenze", so der Mediziner. Die Betroffenen hatten niedrige Kaliumwerte, berichteten über Erschöpfung und Appetitverlust und zeigten Herzprobleme.

Nachdem sie Cola völlig abgesetzt und intravenöses Kalium bekommen hatten, erholten sich die Patienten schnell und vollständig. „Softdrinks schädigen die Muskeln. Je nach Höhe der Dosis reichen die Symptome von Schwächeanfällen bis hin zu schweren Behinderungen. Koffein spielt dafür eine wesentliche Rolle. Es ist jedoch anzunehmen, dass auch andere Faktoren beteiligt sind, wie etwa der hohe Gehalt von Zucker und Kalorien", erklärt Eliaf.

Nicht nur Coca-Cola sondern auch andere Limonaden stehen weltweit im Verdacht, nicht unbedingt gut für die Gesundheit zu sein. Eliaf: „Übermäßiger Softdrink-Konsum begünstigt Zahnprobleme, Entmineralisierung von Knochen, Stoffwechselprobleme wie auch Diabetes." Außerdem soll Cola wegen seines hohen Zuckergehaltes Übergewicht fördern. Aber es soll auch positive Eigenschaften geben: beispielsweise bei Durchfallerkrankungen – was aber wissenschaftlich nicht belegt ist.

Der weltweite Anstieg von Muskelproblemen könnte jedoch laut Eliaf auf den hohen Softdrink-Konsum zurückgeführt werden. "Es braucht noch weitere Untersuchungen, um den genauen Zusammenhang zu zeigen. Dass dieser besteht, kann man jedoch als sicher annehmen.”
 

WANC 20.05.09/ Quelle: International Journal of Clinical Practice, pte

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