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Herzinfarkt: Mit Umstellung der Ernährung entgegen wirken
Mit dem Bauch wächst das Herzinfarktrisiko: Ernährung umstellen

Die Anzahl der jährlichen Herzinfarkte nimmt bis zum Jahr 2050 drastisch zu, so Katrin Raschke, Diplom Oecotrophologin beim Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen.

Berechnungen des Robert Koch-Instituts (RKI) haben gezeigt: Obwohl die Bevölkerungsentwicklung rückläufig ist, werden im Jahr 2.050 über 192.000 Menschen mehr einen Herzinfarkt erleiden als im Jahr 1998. Damit steigt die Zahl der neuen jährlichen Herzinfarkte bei Männern um 64,4 Prozent, bei Frauen sogar um 75,3 Prozent.

Dieser Entwicklung kann mit einer Umstellung der Ernährungsgewohnheiten entgegengewirkt werden, denn die Deutschen essen sich krank: Herzinfarkt ist – wie fast alle Herz-Kreislauf-Erkrankungen – eine Folge von Überernährung. Wir essen zu viel und zu fettig. Mit dem Bauch wächst auch das Herzinfarktrisiko. Auch andere „Zivilisationskrankheiten“ wie Schlaganfall, Diabetes mellitus, Gicht und Bluthochdruck hängen mit Übergewicht zusammen. Laut Raschke können gezielte Ernährungsmaßnahmen helfen, die Ursachen der Erkrankungen zu beseitigen sowie de Risiken zu vermindern.

Wichtig ist vor allem, den Fettverzehr zu reduzieren und pflanzliche Fette zu bevorzugen. Wenn zusätzlich wasserlösliche Ballaststoffe verwendet werden und mehr Wert auf regelmäßige Bewegungen gelegt wird, verbessern sich die Blutfettwerte deutlich. Das kann oftmals sogar Medikamente überflüssig machen.

Quelle: WANC/D.I.E.T 09.02

Bundesgesund-heitsblatt

Wiesner G, Grimm J, Bittner E: Voraus-berechnungen des Herzinfarktgescheh-ens in Deutschland. Bundesgesundheits-bl., Gesundheitsf., Gesundheitsschutz 2002; 45:438-445

 
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