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Energiedrinks: Große Gesundheitsrisiken

In Energiedrinks findet man meist Koffein ohne Ende. Allein diese hohe Konzentration kann der Gesundheit schaden. US-Wissenschaftler machen jetzt darauf aufmerksam, dass das Mixen von Energiedrinks mit Alkohol weitere besondere Gesundheitsrisiken birgt. Das liege nicht nur an der direkten Wirkung der Mixgetränke, sondern auch daran, dass viele Menschen die wahren Mengen des getrunkenen Alkohols unterschätzen.



Energiedrinks enthalten ziemlich hohe Konzentrationen von Koffein. Wissenschaftler der Universität von Maryland geben eine Bandbreite von 50 bis 505 mg Koffein an. Das bedeutet pro Portion zwischen 2,5 und 35,7 mg. Bei einer Cola rangiert der Koffeingehalt zwischen 34 und 54 mg, was pro Portion etwa 2,9 bsi 4,5 mg entspricht. Bei einer großen Tasse Kaffee variiert der Gehalt zwischen 77 bis 150 mg, umgerechnet auf das Maß einer Portion 12,8 bis 25 mg.



Allein diese Koffeinmenge macht das Trinken von Energydrinks für die Wissenschaftler zu einer Gefahr für die Gesundheit. So hätten wissenschaftliche Studien eindeutig die Gesundheitsgefahren für anfällige Menschen belegt. Für Erwachsene bedeute hoher Koffeinkonsum erhöhten Blutdruck und Schlafstörungen. Für Schwangere bedeute er ein erhöhtes Risiko für späte Fehlgeburten, Totgeburten und vergleichsweise kleine Kinder. 



Das Mixen von Akohol und Energiedrinks erhöhe die Trinkmenge, weil es zu einem Unterschätzen der tatsächlich konsumierten Alkoholmenge führe. Und obwohl viele Menschen denken, dass die Kombination von Energiedrinks und Alkohl, die Wirkung des Alkohls aufhebt – genau das passiert nicht. Die Wissenschaftler sehen im Mixen die zusätzlichen Gefahren durch einen erhöhten Alkoholkonsum und einer erhöhten Risikobereitschaft. 



Engergiedrinks in Verbindung mit Alkohl sollen laut neuesten Studien Alkoholismus – also die Abhängigkeit von Alkohol – und den Medikamentenmißbrauch fördern. Dabei sei noch nicht vollständig der Einfluß von Koffein auf neurologische Prozesse geklärt, die zum Entstehen von Suchterkrankungen führen.



Berliner Ärzteblatt 31.01.11/ Quelle: Journal of the American Medical Association (JAMA), 2011/01/21/jama.2011.109.full
 
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