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Japanisches Essen: viel frischer Fisch und Reis (Foto: Sandro Almir Immanuel  / pixelio.de)
Japanisches Essen: viel frischer Fisch und Reis (Foto: Sandro Almir Immanuel / pixelio.de)
Japanische Ernährungsweise hält gesund und sorgt für ein längeres Leben

In kaum einem anderen Land ist die Lebenserwartung so hoch wie in Japan. Das betrifft vor allem Frauen. Laut WHO-Report leben japanische Frauen mit durchschnittlich 87 Jahren am längsten, Männer rangieren mit 80 Jahren auf Platz 8. Die langlebigsten Männer sind die Isländer mit 81,2 Jahren. Schon lange gibt es Vermutungen darüber, dass einen großen Einfluß auf diese Situation die Ernährung der Japaner hat: viel frischer Fisch und Soyabohnen-Produkte, wenig Fett. Eine Studie hat jetzt herausgefunden, dass die japanische Ernährungsweise tatsächlich das Leben schont.

Im Jahr 2005 hat die japanische Regierung den sogenannten "Japanese Food Guide" herausgegeben. Das ist in etwa vergleichbar mit der hierzulande eingesetzten "Ernährungspyramide", die die Segemente und Mengen der einzelnen Lebensmittelgruppen an unserer Nahrung beschreibt. In dem Modell der Japaner stehen an erster Stelle Getreidegerichte wie Reis, Nudeln und Brot (5-7 Portionen am Tag). Danach folgen Gemüse (5-6 Portionen am Tag), dann Fisch und Fleisch (3-5 Portionen am Tag), und schließlich Milchprodukte sowie frische Früchte (jeweils 2 Portionen am Tag). 

Ausgewertet haben Wissenschaftler der Universtität von Tokio bei 36624 Männern und 42970 Frauen im Alter von 45 bis 75 Jahren, in wieweit sie diese Ernährungsrichtlinien befolgten und was das für ihre Gesundheit und die Lebensdauer bedeutete. Es stellte sich heraus, dass je genauer sich die beobachteten Japaner/innen an die Ernährungsvorschläge hielten, desto länge lebten und desto seltener an Herz-Kreislauf-Probleme, Schlaganfällen und Krebs erkrankten.

Diejenigen, die sich im oberen Viertel einer Punktetabelle - mit der die Befolgung der Ernährungsvorschläge bewertet wurden - befanden, hatten eine um 15% verringerte Sterbegefahr im Vergleich zum unteren Viertel. Diese Erkenntnis fand sich auch in den Erkrankungen wieder: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sanken um 7%, Schlaganäflle um 11% und Krebserkrankungen um 4%. 

11.04.2016/ Quelle: BMJ

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