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Nüsse sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralien und anderen bioaktiven Substanzen (Foto: Lilo Kapp/ pixelio.de)
Nüsse sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralien und anderen bioaktiven Substanzen (Foto: Lilo Kapp/ pixelio.de)
Nüsse helfen unserer Gesundheit

Nüsse sind gesund. Sagt man. Sie sollen das Risiko vermindern, an chronischen Krankheiten - z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes - zu leiden. Jetzt hat eine neue Studie heraus gefunden, dass Nüsse sogar das Sterberisiko vermindern sollen.

Nüsse, so behaupten es Ernährungswissenschaftler, sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralien und anderen bioaktiven Substanzen wie Phytosterole und Antioxidantien. Diese Mischung wirkt sich positiv auf einige Faktoren, z.B. Cholesterin, aus, die das Risiko für koronare Herzerkrankungen erhöhen. Die US-amerikanische Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde FDA - Food and Drug Administration hat 2003 den Verzehr von 43 Gramm Nüssen am Tag empfohlen, weil das das Risiko eines Herzinfarktes senken könne.

In der nun vorliegenden Studie wurden 76464 Frauen im Zeitraum 1980 bis 2010 und 42498 Männer im Zeitraum 1986 bis 2010 beobachtet. Innerhalb dieser rund 30 Jahre verstarben 16200 Frauen und 11229 Männer. Dabei stellte sich heraus, dass Nüsseesser länger überlebten. Und zwar abhängig von der Menge der gegessenen Nüsse.

Männer und Frauen, die wenig Nüsse aßen - weniger als einmal die Woche - hatten ein um 7% vermindertes Sterberisiko. Diejenigen, die Nüsse einmal in der Woche verzehrten, sank das Risiko um 11%, bei zwischen zwei- und viermal um 13%, bei fünf- bis sechsmal um 15% und bei sieben und noch mehr um 20%.

Die Wissenschaftler bemerkten, dass die Zahl der Todesfälle aufgrund von Krebs- (-11%), Herz-(-25%) oder Atemwegserkrankungen (-24%) bei den Nußessern geringer war. Erstaunlicherweise nahmen die Menschen, die Nüsse verzehrten, nicht an Gewicht zu.

Anmerkung der Redaktion: Das angesehene Medizinerfachblatt New English Journal of Medicine hat die Studie veröffentlicht, obwohl neben dem National Institutes of Health auch die International Tree Nut Council Nutrition Research and Education Foundation die Untersuchung finanziert hat. Dabei handelt es sich zwar um eine Nonprofit-Organisation, die aber von Firmen der Nuss-Industrie aus 40 Ländern getragen wird. Die Organisation unterstützt vielfältige Forschung, die den gesundheitlichen Nutzen von Nüssen nachweisen soll. Dass die Organisation die Ergebnisse der Studien dazu benutzt, auch Geschäftsinteressen abzusichern, kann man mit Vorbehalten versehen.

Das Deutsche Ärzteblatt bemerkt dazu: "Diese Zahlen berücksichtigen bereits die Tatsache, dass die Nussliebhaber unter den Studienteil­nehmern sich auch in anderen Bereichen gesünder verhielten. Sie waren seltener Raucher, nahmen häufiger an Vorsorgeuntersuchungen teil, aßen tendenziell weniger rotes Fleisch (oder Fleischprodukte) und mehr Obst und Gemüse. Das Problem der prospektiven Beobachtungsstudien ist, dass sie eine gesunde Lebensweise immer nur in einzelnen Aspekten, aber niemals als Gesamtheit erfassen können. So bleibt es denn möglich, dass die Reduktion der Sterblichkeit andere Ursachen haben könnte als die Nüsse."

Berliner Ärzteblatt 22.11.13, Quelle: N Engl J Med 2013

Mediterranes Essen: Gesundheitsplan für das Herz

Nüsse gegen zu hohe Blutfette

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