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Salzfass
Salz: 80 Prozent der täglichen Salzaufnahme sind in Nahrungsmitteln, wie Brot, Fleisch und Konserven, versteckt
Kochsalz: Zuviel schadet doch

Ob Kochsalz Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall fördert, ist heftig umstritten. Lange wurde behauptet, dass ein Zuviel schädlich ist. Doch dann erschienen Studien, die den Einfluss von Kochsalz klein redeten. Doch nun zeigt eine wissenschaftliche Untersuchung, dass eine salzarme Kost das Leben verlängert.

Wer sich salzarm ernährt, beugt damit nicht nur einem Bluthochdruck vor, sondern senkt auch das Risiko, später einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Zu viel Kochsalz ist nach Ansicht von Professor Walter Zidek von der Berliner Charité ebenso schädlich wie zu viele Kalorien oder zu viel Cholesterin.

Der Experte bewertet eine Studie, die kürzlich im Britischen Ärzteblatt erschienen war. US-Forscher hatten dort erstmals belegt, dass eine salzarme Kost Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern kann und dadurch unter Umständen die Sterblichkeit senkt. "Damit wurde eine wichtige Lücke in der Beweiskette gegen das Kochsalz geschlossen", findet Zidek, denn nach den Ergebnissen der Studie lassen sich Herzinfarkt und Schlaganfall durch eine salzarme Kost ebenso so gut vermeiden wie durch eine aggressive Behandlung mit Medikamenten gegen zu hohes Cholesterin. Und dies zu einem Bruchteil der Kosten der Medikamente, betont der Wissenschaftler.

Bei unserer Ernährung kommt das meiste Kochsalz allerdings nicht aus dem Salzstreuer. Etwa 80 Prozent sind in Nahrungsmitteln versteckt. Besonders salzhaltig ist beispielsweise Brot, aber auch Fleisch und überhaupt alle Nahrungsmittel aus Konserven sowie Fastfood. Für eine salzarme Kost müssten viele Menschen ihre Ernährung völlig umstellen.

Zidek vermisst jegliche öffentliche Unterstützung in seinen Bemühungen für eine salzarme Ernährung. Die Regierung habe zwar der Fettleibigkeit den Kampf angesagt. Die Bedeutung des Kochsalzes werde jedoch immer wieder in Zweifel gezogen, in der Regel mit nebulösen Bedenken, die nach Ansicht von Zidek längst widerlegt sind.

WANC 05.07.07
Quelle: W. Zidek: Die Evidenz spricht für eine Kochsalzbeschränkung. DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2007; 132 (23): S. 1254

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