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Mikroskopaufnahme
"Unter dem Mikroskop sehen die angefärbten Mikroorganismen wie kleine Kügelchen aus." (Foto: MICAP GmbH)
Probiotika: Wirkung erhöhen

Probiotische Bakterien sollen Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen positiv beeinflussen. Problematisch ist, dass viele Probiotika den Darm nicht lebend erreichen und so ihre Wirkung verfehlen. Durch eine Mikroverkapselung von probiotischen Bakterien soll sich das ändern.

Häufig werden Probiotika, das sind lebende Mikroorganismen, in Form von Joghurt oder anderen Milcherzeugnissen konsumiert. Überstehen sie dann die Reise durch Magen- und Dünndarmtrakt, können sie im Dickdarm Gesundheit und Wohlbefinden des Konsumenten positiv beeinflussen. Eine Steigerung der Abwehrkräfte, Förderung der Milchzuckerverdauung bei Menschen mit Lactoseintoleranz, vorbeugende Wirkung gegen Darmkrebs sind nur einige der gesundheitlichen Vorteile, die probiotische Bakterien im Darm bewirken können.

Problematisch ist, dass viele Probiotika den Darm nicht lebend erreichen und so ihre Wirkung verfehlen. In dem EU-Forschungsprojekt FLOCAP soll die Wirkung probiotischer Lebensmittel verbessert werden. Der Weg um die lebenden Kulturen zu stabilisieren, geht im Forschungsprojekt über einen besonderen Schutzmechanismus. Dieser soll gewährleisten, dass die probiotischen Bakterien sicher zu ihrem Wirkungsort gelangen.

Dabei handelt es sich um das Verfahren der Mikroverkapselung. "Bei der Mikroverkapselung erhalten die lebenden Organismen eine schützende Hülle aus Polymeren. In diesem Schutzmantel überleben die Probiotika im optimalen Fall verschiedenste Belastungen, die bei der Produktion und auf dem Weg durch den Magen-Darm-Trakt entstehen," erklärt ttz-Projektleiterin Marta Macias, die die Gesamtkoordination des Projektes verantwortet.

"Unter dem Mikroskop sehen die angefärbten Mikroorganismen wie kleine Kügelchen aus. Diese sind aber bei einer Größe von rund 30 Mikrometern so klein, das sie beim Konsum auf der Zunge nicht mehr wahrgenommen werden," beschreibt Macias die verkapselten Bakterien. Bis zum Projektende wollen die Partner das Verfahren für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie optimieren.

WANC 10.01.06/idw

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