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Herzprobleme: Vitamin E verringert kardiovaskuläres Risiko nicht (Foto: DAK/Wigger)
Vitamin E: Herzschutz Fehlanzeige

Vitamin E, lange Zeit als Herzschutz propagiert, scheint die Versprechungen nicht zu erfüllen. Eine Studie weist zumindest für Frauen nach, dass Vitamin E kardiovaskulären Erkrankungen nicht vorbeugt.

Vitamin E bietet nur wenig Schutz gegen Herzanfall, Schlaganfall und Krebserkrankungen. Frühere Studien waren von einer entsprechenden Wirkung ausgegangen. Noch glauben Millionen von Menschen an diesen Schutz. Als Folge nimmt beispielsweise derzeit eine von zehn US-amerikanischen Frauen Vitamin E ein. 

An der Women's Health Studienahmen mehr als 40.000 Frauen über 45 Jahren teilg. Die Teilnehmerinnen wurden von 1992 bis 2004 von Wissenschaftern begleitet und die Auswirkungen von Vitamin E erforscht. Jetzt liegen nach Ansicht der Forscher der Harvard Medical School ausreichend Beweise dafür vor, dass Vitamin E die Frauen nicht gegen kardiovaskuläre Erkrankungen und Krebs schützen kann. Die Wissenschafter  erklärten, dass ihre Studie die derzeit umfassendste zu diesem Forschungsbereich sei.

Untersucht wurde, welche Auswirkungen Vitamin E oder Asprin, jeden zweiten Tag eingenommen, auf das Erkrankungsrisiko haben können. Ein Teil der Frauen erhielt wirkliche Medikamente während den anderen sogenannte Blindpräparate - das sind Medikamente ohne Wirkung - verabreicht wurden.

Vitamin E (600 IU) verringerte das kardiovaskuläre Risiko nicht. Es kam zu 482 Herzanfällen oder Schlaganfällen, die teilweise zum Tod führten, bei der Gruppe, die das Vitaminpräparat einnahm. Bei der Kontrollgruppe waren es 517 Frauen. Im Vergleich dazu verringerte Aspirin (100mg) das allgemeine Schlaganfallrisiko und das Risiko von Schlaganfall und Herzanfall bei Frauen über 65 Jahren.

Zur Krebsprävention schienen weder Vitamin E noch Aspirin geeignet. Es gab jedoch Hinweise darauf, dass Aspirin Lungenkrebs verhindern könnte. Eine Einnahme schien das Lungenkrebsrisiko um ein Fünftel zu verringern und die Todesfälle durch Lungenkrebs um fast ein Drittel.


WANC 11.07.05/pte
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