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Fisch: Enthält viel Vitamin D
Herzinsuffizienz: Vitamin D-Mangel als eine Ursache

Untersuchungen der Universität Bonn in Kooperation mit dem Herzzentrum Bad Oeynhausen weisen darauf hin, dass ein Vitamin D-Mangel eine der Ursachen für eine chronische Herzschwäche sein kann. Nach Angaben der Forscher gibt es "erste Hinweise", dass eine Unterversorgung mit Vitamin D die Entstehung der Krankheit begünstigt.

An der weltweit ersten derartigen Studie nahmen 54 Patienten mit chronischer Herzschwäche und 34 gesunde Kontrollpersonen teil. Die Wissenschaftler bestimmten die Konzentrationen von zwei verschiedenen Vitamin D-Varianten im Blut der Probanden. Bei Menschen mit chronischer Herzschwäche waren die Werte um bis zu 50 Prozent niedriger als in der Kontrollgruppe.

Bei einer chronischen Herzschwäche, von der ein bis drei Prozent der Deutschen betroffen sind, ist der Herzmuskel so geschwächt, dass er nicht mehr genügend Blut durch den Körper pumpen kann, um Organe und Muskulatur ausreichend zu versorgen. Bereits nach der geringsten Anstrengung ermüden die Patienten.

Untersuchungen an Hühnern haben gezeigt, dass diese unter Vitamin D-Mangel eine Herzschwäche entwickeln. Sie verschwindet wieder, sobald ihnen mit dem Futter wieder Vitamin D verabreicht wird. In Herzmuskeln von Ratten fanden die Wissenschaftler zahlreiche "Andockstellen" für Vitamin D. Diese Ergebnisse legten die Vermutung nahe, dass das Vitamin auch bei der Entstehung der menschlichen Herzschwäche eine Rolle spielen könnte.

Der Mensch bildet sein Vitamin D weitgehend selbst. "75 bis 90 Prozent entstehen bei UV-B-Bestrahlung in der Haut, den Rest nehmen wir über die Nahrung auf", so der an der Untersuchung beteiligte Ernährungswissenschaftler Armin Zittermann. Vom intensiven Sonnenbaden raten die Wissenschaftler jedoch ab. Stattdessen empfehlen sie Vitamin-D-reiche Kost wie Fisch. Aber auch Leber, Milch, Margarine und Eigelb enthalten Vitamin D.

WANC 03.03

Universität Bonn

Herzzentrum Bad Oevenhausen

Universität Witten/Herdecke

 
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